Alles oder nichts? – Das Wirtschaftsgymnasium setzt alles auf die Mathematik!

Jedes Jahr im Herbst erproben die Mathematik-Kurse der Jahrgangsstufe 13 unseres Wirtschaftsgymnasiums die Gesetze der Stochstik in der Spielbank Dortmund-Hohensyburg. Abiturient Gerrit Jütte berichtet von seinen Erfahrungen:

Auch dieses Jahr besuchte die Jahrgangsstufe 13 des Wirtschaftsgymnasiums in Begleitung von Herrn Volle und Frau Wecke zum Abschluss der Unterrichtsreihe „Stochastik“ das Casino Hohensyburg, um das durch den Unterricht erlernte Wissen aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung kritisch auf die Probe zu stellen. Doch wie relevant Wahrscheinlichkeitsregeln, Erwartungswerte und weitere mathematische Theorien in der Realität wirklich sind, mussten wir Schüler selbst herausfinden.
An diesem Dienstagabend, dem 20. Oktober 2015, wurde die ca. 40 Personen große Gruppe zunächst von zwei Croupiers der Spielbank in die Spielregeln von „Black Jack“ und „American Roulette“ humorvoll und interaktiv eingeweiht. Kurz darauf hatten wir dann die Möglichkeit, selbst unser Glück zu versuchen. Der von der Spielbank bereitgestellte Glücksjeton im Wert von 2€ wurde natürlich sofort von jedem Schüler eifrig eingesetzt und obwohl die meisten dieses Geld – wie zu erwarten war – früh verloren, gelang es einigen Glücklichen, über 70€ zu erspielen. Das sprach natürlich ganz und gar gegen die vorher errechnete Wahrscheinlichkeit, ebenso wie gegen die Erwartungen der Gewinner, die sich gegenüber ihren Mitschülern bei einem Gratisgetränk ausführlich über ihren Gewinn ausließen.
Auch wenn die Mathematik den Abiturienten des Hansa Berufskollegs an diesem Abend nicht das ganz große Geld beim Spiel einbrachte, so war es dennoch ein großer Erfolg – sei er durch Geld, die Erfahrung beim großen Spiel oder den Spaß am Abend zustande gekommen. Vielleicht trifft man sich in Zukunft mal wieder in der Hohensyburg, um das Glück auf die Probe zu stellen – und hoffentlich zu gewinnen.

Zwei Tage lang Student sein

Die Jahrgangsstufe 12 unseres Wirtschaftsgymnasiums besuchte Anfang November für zwei Tage die TU Dortmund. Zwei Schülerinnen der Stufe, Nancy Schupp und Svenja Lipinski, berichten von Ihren Erfahrungen:

Zwei Tage lang Student sein – davon träumt doch jeder! Doch was bedeutet das eigentlich? Was für Eindrücke nimmt man mit?

Am 2. und 3. November 2015 wurde der Unterricht der Jahrgangsstufe 12 des Wirtschaftsgymnasiums an die Technische Universität Dortmund verlegt. Am Morgen des ersten Tages gab uns Frau Feßler, Mitarbeiterin der Zentralen Studienberatung, eine Einführung zu den möglichen Studienfächern, zur Vorgehensweise bei der Bewerbung um einen Studienplatz und zu den ersten Schritten an der Uni. Dabei wurde sie unterstützt von drei Studenten, die Ihr Abitur am Hansa Berufskolleg gemacht hatten und die von Herrn Volle, unserem Oberstufenkoordinator, extra zu diesem Termin eingeladen worden waren. Einer der drei schließt gerade sein Bachelorstudium ab, die anderen beiden waren Erstsemester. Sie berichteten von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Uni-Einstieg und konnten uns wichtige Hinweise geben. Dann erkundeten wir den Campus und erhielten anschließend von Frau Dr. Donato von der Fakultät WiSo genauere Erläuterungen zu den verschiedenen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen.

Ab jetzt durften wir uns wie richtige Studenten fühlen. Wir besuchten Vorlesungen, die wir uns zuvor aus einem von der Schule zusammengestellten Plan ausgesucht hatten. Wir beide entschieden uns für eine Vorlesung zum Thema Buchführung. Man muss sagen, dass wir sehr gut vorbereitet werden in unserem Bildungsgang am Hansa. Unser betriebswirtschaftliches Wissen deckt problemlos die ersten Vorlesungen an der Uni ab und wahrscheinlich auch noch mehr.

Das Essen darf natürlich nicht zu kurz kommen! Allerdings muss man die Zeit beachten. Eine Mittagspause kommt einem sehr zugute, um sich für die weiteren Vorlesungen zu stärken. Die Mensa bietet da viele Möglichkeiten. Es gibt jede Menge Auswahl – Gerichte mit Fleisch oder Fisch, Gemüse und einem Dessert, vegetarische Gerichte, Buffet und überall etwas Obst. Auch die Preise sind angemessen.

Am zweiten Tag hatten wir im Gegensatz zum Vortag 3 statt nur 2 Vorlesungen. So konnten wir beispielsweise aus den 12 möglichen Vorlesungen 2 aufeinanderfolgende zum Thema Finanzmathematik und Datenstrukturen aus dem Bereich Informatik wählen. Die Vorlesungen im Audimax, wie eben die zur Finanzmathematik, sind generell sehr gut besucht, so dass viele von uns in einen zusätzlichen Raum neben dem eigentlichen Hörsaal sitzen und lediglich durch die Audioübertragung die Vorlesungen verfolgen konnten. Auch die zum Thema Informatik war sehr gut besucht und einige Studenten standen trotz des großen Saals auf den Treppen oder hinter den letzten Bankreihen. Dabei sind uns auch die Nachteile des studentischen Lebens deutlich geworden: Gerade in den Vorlesungen am Anfang des Semesters oder generell am Anfang des Studiums sind die Hörsäle teilweise sehr voll und es ist weiter oben ziemlich laut, so dass es schwierig ist, dem Stoff zu folgen. Oder man hat das Problem, in einen anderen Raum gesetzt zu werden und nur die Mikrofonübertragung mitzubekommen.

Trotzdem hat es Spaß gemacht, für zwei Tage Student zu sein. Wir haben viele Einblicke gewonnen und einige interessante Vorlesungen besucht. Alles in allem waren dies also zwei sehr schöne und vor allem aufschlussreiche Tage, die uns die Entscheidung, was wir nach unserem hoffentlich erfolgreichen Abitur am Hansa BK machen wollen, ein wenig erleichtern.

Große Auszeichnung der erfolgreichen europäischen Aktivitäten

Das Hansa Berufskolleg erhält die europäische MOBILITÄTSCHARTA (2015 – 2010) –

K800_012Mit Stolz und Freude hält das EUROPATEAM am Hansa Berufskolleg Unna die Mobilitätscharta des Berufsbildungsinstituts Bonn in Händen. „Das war ein großes Stück Arbeit“, so die Projektleiterin des Europateams, Marion Kadoch, die in ihrer Funktion als Studiendirektorin für internationale Kontakte zuständig ist.

Die Erasmus+ Mobilitätscharta für die Berufsbildung soll Einrichtungen mit Erfahrungen in der Organisation von nachweislich hochwertiger Mobilität für Lernende in der Berufsbildung darin unterstützen, ihre internationalen Strategien auszubauen. Wir erhalten in den kommenden 5 Jahren vereinfachte Bedingungen für die Beantragung von Fördermitteln und hinsichtlich der Berichterstattung. So können wir unsere Projekte mit unseren Partnern in Irland, den Niederlanden, Frankreich, Italien, Polen, England und Belgien längerfristig und mit größerer finanzieller Sicherheit planen. Bisher mussten wir uns in einem aufwendigen Verfahren um diese Mittel bewerben.

Zu den Auswahlkriterien zählten vor allem:

  • unsere langjährige Erfahrung in der Umsetzung von europäischen Projekten (seit dem Jahr 2000 bietet das Hansa Berufskolleg Auslandspraktika an).
  • eine überzeugende Internationalisierungsstrategie bis zum Jahr 2020. Hier haben sich auch unsere neuen Kontakte zur chinesischen Partnerschule in Shanghai als sehr positiv erwiesen.

 

  • ein umfassendes und zuverlässiges Qualitätsmanagement in Fragen der Finanzierung, der Qualität des Auslandsaufenthalts sowie der Zertifizierung und Abrechnung der europäischen Fördermittel.
  • ein kompetentes Europateam, das in allen Belangen der Europaprojekte sehr gut qualifiziert ist.
  • spezielle schulische Angebote für unsere Lernenden (z.B. EUROPASS, KMK/DELF-Zertifikatsprüfungen, Video-Konferenzen mit ausländischen Bildungseinrichtungen, ECVET-Vergabe (ECVET = European Credit System for vocational Education/Europäisches Leistungspunktesystem in der beruflichen Bildung).
  • spezielle schulische Aktionstage und Aktionswochen zu internationalen oder interkulturellen Themen (z. B. Europatag).

Diese Mobilitätscharta stellt ein attraktives Label mit Wirkung nach innen und außen dar und dokumentiert die zuverlässige internationale Arbeit unserer Schule.

ERASMUS+ ABSCHLUSSFEIER DES HANSA BERUFSKOLLEGS BEI DER FA. STEILMANN

 

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36 Schülerinnen und Schüler des Hansa Berufskollegs feierten am Donnerstag, den 19.11.2015 den erfolgreichen Abschluss ihrer Auslandspraktika und den Erhalt der entsprechenden Urkunden in den Räumlichkeiten der Firma Steilmann in Bergkamen.

Sie arbeiteten drei Wochen lang in Unternehmen im europäischen Ausland. Das Hansa Berufskolleg bietet sechs Partnerländer an. Insgesamt waren vom 25. September bis zum 18. Oktober  14 Auszubildende in England, sieben in Italien, sechs in der Türkei, vier in Belgien, zwei in Frankreich und drei In Polen.

Der buchstäbliche „Blick über den Tellerrand“ wurde in einem Kurzvortrag des Kreisdirektors der Stadt Unna,  Herrn Dr. Wilk, als ein wichtiges Element für den erfolgreichen Einstieg in das spätere Berufsleben erachtet. „Zu meiner Zeit war es noch nicht möglich, so wertvolle Erfahrungen im Ausland zu sammeln“, so Herr Dr. Wilk.

Frau Pöller, Ausbildungsleiterin des Bergkamener Modeunternehmens Steilmann, unterstrich die Möglichkeit, in solch einem Auslandspraktikum die Fremdsprachenkenntnisse anzuwenden und lobte die erworbene Selbstständigkeit.

Nachdem die Erfahrungen in den einzelnen Ländern  dargestellt wurden, wurden den  jungen Auszubildenden die Europässe überreicht.

Der Europass soll die Auszubildenden dabei unterstützen, ihre Fähigkeiten, Kompetenzen und Qualifikationen wirksam darzustellen, um einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu finden.

Das Hansa Berufskolleg bietet seit dem Jahr 2000 diese Möglichkeit an und qualifiziert sich jährlich erfolgreich für die europäischen Finanzierungsmitteln.

Tag der Spedition

Tag der Spedition am Hansa Berufskolleg Unna

Zum zweiten Mal fand am Hansa Berufskolleg Unna am 28.10.2015 der „Tag der Spedition“ statt. Verantwortlich hierfür ist die Bildungsgangleitung für Speditionswesen, Frau Lucia Tozzi, die vor zwei Jahren diese Veranstaltung als zusätzliche Zertifizierung für die angehenden Kaufleute für Speditions- und Logistikdienstleistung ins Leben gerufen hat.
Sinn dieser Veranstaltung ist es, den Auszubildenden der Spedition vertiefende Einblicke in die Logistik durch die Wissenschaft und Vertreter heimischer Unternehmen zu gewähren. Logistische Themen haben mittlerweile eine immense Wichtigkeit für das erfolgreiche Bestehen der IHK-Abschlussprüfungen. Die klassischen Module der TUL-Komponenten (Transport, Umschlag und Lagerung) werden um die logistischen Merkmale erweitert. Mit dieser Veranstaltung wurden theoretische Kenntnisse vertieft und die Anwendbarkeit in der Praxis geprüft.

Auch in diesem Jahr wurden hochkarätige Professoren und Unternehmer eingeladen, die meisten aus der nahen Umgebung des Hansa Berufskollegs Unna. Der Vormittag war von ereignisreichen Vorträgen bestimmt.
Herr Prof Dr. Axel Faix, Fachhochschule Dortmund, übernahm mit seinem Vortrag „strategisches Management für Logistikunternehmen“ den Auftakt. Er gab wegweisende Einblicke in die strategische Handlungsweise von Logistikunternehmen, vertiefte die Bedeutung der Wertschöpfungskette und nannte die wichtigsten Regeln der Logistik.
Herr Michael Artinger, DHL- Niederlassungleiter Unna, hat zum Berufskolleg als Schule eine besondere Verbindung. Als ehemaliger Lehrer vermittelte er ausdrucksvoll die Aufgaben der Kontraktlogistik. Mit geeignetem Darstellungsmaterial ist Herr Artinger auf die Problematik und die Möglichkeiten der Kontraktlogistik DHL in Unna eingegangen, zeigte die Standardprozesse von Wareeingang und Warenausgang auf und stellte die Deutsche Post DHL Group als Systemlieferant bei der Karstadt Warenhaus GmbH dar.
Es folgte vor der großen Mittagspause Herr Prof. Dr. Gerd Wintermeyer von der privaten Fachhochschule SRH Hamm. Dieser vermittelte den Auszubildenden einen kleinen Einblick in die Möglichkeiten der green Logistik.
Nach der Mittagspause hatten die Auszubildenden die Wahl sich aus sechs Workshops für zwei zu entscheiden. Zur Wahl standen unter anderem:
A) Best Practice im Bewerbungsverfahren, geleitet durch Frau Stephanie Nowak, Personalreferentin der Rhenus Freight Services GmbH in Unna
B) Güter lagern mit gefährlichen Eigenschaften, geleitet durch Herrn Korte, Ausbilder der DHL in Unna
C) Zollwesen – Import und Export, geleitet durch Herrn Frank Hamper, stellvertretender Sachgebietsleiter Hauptzollamt Dortmund
D) Intercultural Logistics, geleitete durch Herrn Prof. Dr. Wintermeyer, SRH Hamm
E) Haftungsfälle bearbeiten, geleitet durch Herrn Jürgen Sobkowiak, Niderlassungsleiter Dachser, Dortmund
F) Grundlagen der Transportlogistik, geleitet durch Herrn Dr. Peimann Dabidian, TU Dortmund
In der Mittagspause standen den jungen Leuten vier Infostände zur Verfügung. Frau Jauer, Stiftung Weiterbildung Kreis Unna beriet die jungen Menschen hinsichtlich eines eventuellen Studium oder einer adäquate Weiterbildung. Der Infostand des Hochschulcampus Unna, vertreten durch Frau Paszehr, beriet über die vielfältigen Möglichkeiten eines Studiums in Unna.
Frau Manke und Herr Anders kamen eigens aus Bremen angereist und stellten die DAV (Deutsche Außenhandels- und Verkehrsakademie mit Sitz in Bremen) mit ihren Weiterbildungs- und Studiumsmöglichkeiten vor und aus dem Hansa Berufskolleg warben zwei Kollegen, Frau Kadoch und Herr Holzhausen, für die anerkannte IHK-Zertifizierung zum Asien-Kaufmann. Gleichzeitig wurde auch das am Hansa Berufskolleg erfolgreich durchgeführte Erasmus + Projekt dargestellt.
Insgesamt war die Veranstaltung sehr gelungen. „Ich habe keine Fragen mehr, was ich zukünftig nach meiner Ausbildung zur Speditionskauffrau machen möchte“, erzählt eine Auszubildende, „es gibt so viele Möglichkeiten für meine Weiterbildung, ich bin echt begeistert“.
Wir möchten uns auf diesem Wege bei allen Akteuren bedanken.