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Man spricht chinesisch am Hansa Berufskolleg

Die Kooperation zwischen dem Konfuzius-Institut Metropole Ruhr und dem Hansa Berufskolleg Unna besteht bereits seit Anfang 2016. Nun wurden erneut 12 Auszubildende des Groß- und Außenhandels unserer Schule für ihre erfolgreiche Teilnahme an der chinesischen Sprachprüfung ausgezeichnet und sind damit ihrem Ziel, dem Abschluss zum IHK-geprüften Asienkaufmann, einen weiteren Schritt nähergekommen.

Der klassische Sprachtest für das Hochchinesische ist der staatliche chinesische 汉语水平考试 Hànyǔ Shuǐpíng Kǎoshì, kurz HSK genannt, der weltweit regelmäßig abgehalten wird. Er ist eine wichtige Prüfung, um das Chinesisch-Niveau nachzuweisen, und auch ein bedeutendes Zeugnis, um in China zu studieren und zu arbeiten. Da sich das Hochchinesisch zu einer der wichtigsten Handelssprachen Asiens entwickelt hat, stellt das ausgehändigte Zertifikat für unsere Auszubildenden des Groß- und Außenhandels einen wichtigen Pluspunkt in der Bewerbungsmappe dar. Durch den zweimal monatlich stattfindenden Unterricht durch Frau Yu haben sich die Auszubildenden für den Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern interkulturell und sprachlich vorbereitet. Sie haben gezeigt, dass Chinesisch erlernbar und eine spannende Angelegenheit ist. In kaum einem Land der Welt werden selbst einfache Sprachkenntnisse so begeistert aufgenommen wie in China.

Die Teilnehmer konnten ihre neu erworbenen Fremdsprachenkenntnisse bei der Aufnahme chinesischer Gastschüler sowie bei ihrem eigenen Aufenthalt in Shanghai im Sommer 2017 selbst ausprobieren.

Doch die Mühen haben sich gelohnt, denn …

Wer eine Fremdsprache lernt, zieht den Hut vor einer anderen Nation.

(Martin Kessel)

Auch wenn natürlich gilt:

„Aller Anfang ist schwer!“

万事开头难。„Wànshì kāitóu nán

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Congratulations! Auszubildende des Großhandels und der Industrie bestehen mit großem Erfolg die KMK-Zertifikatsprüfung in Englisch

In einer feierlichen Runde wurden die Zertifikate in Anwesenheit der zuständigen Studiendirektorin Frau Marion Kadoch an die erfolgreichen Auszubildenden des Großhandels und der Industrie im Januar 2018 überreicht.

Frau Kadoch betonte in einer kurzen Ansprache die Bedeutung dieser für die Teilnehmer kostenlosen Zusatzprüfung: „Das Fremdsprachenzertifikat der Kultusministerkonferenz der Länder geht in seiner Bedeutung weit über ein einfaches Zeugnis mit einer Fremdsprachennote hinaus. Es gibt detailliert Auskunft über das Leistungsvermögen der Prüflinge in der Anwendung berufsbezogener Englischkenntnisse und ist aufgrund der standardisierten Anforderungen europaweit vergleichbar! Jedem Personalverantwortlichen, dem dieses Zertifikat vorgelegt wird, weiß: Hier wurde freiwillig eine zusätzliche Leistung erbracht, die einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil auf dem globalen Arbeitsmarkt und einen großen Pluspunkt in der Bewerbungsmappe darstellt.“

Die Kandidaten durften in einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung beweisen, dass sie typische berufliche Situationen z. B. im täglichen Umgang mit Kunden oder Zulieferern in englischer Sprache meistern und in der Lage sind, kompetent als Mediator agieren können.

Bei der Übergabe der Zertifikate lobte Frau Kadoch nicht nur den hohen Lerneinsatz, die Motivation und den Erfolg der Schülerinnen und Schüler, sondern dankte auch allen beteiligten Englischkolleginnen und –kollegen für ihren Einsatz. Sie hatten sich weit über das normale Maß hinaus engagiert und nicht zuletzt durch ihren Einsatz bei der zeitaufwendigen Prüfung zum Erfolg beigetragen.

In ihren Dank schloss sie auch die heimischen Ausbildungsbetriebe ein, die ihre Auszubildenden unterstützen und für die Prüfung freigestellt haben.

Voller Stolz nahmen insgesamt 26 Auszubildende ihre Fremdsprachenzertifikate entgegen. Die Mehrheit der Teilnehmer hatte die Prüfung mit Bravour bestanden.

Als Zertifikatsinhaber verbessern sie erheblich ihre beruflichen Chancen und empfehlen sich innerbetrieblich für auslandsbezogene Aufgaben.

Ein weiterer Vorteil des Zertifikats liegt in der Anerkennung durch zahlreiche Fachhochschulen und Universitäten – so ersparen sich die Teilnehmer die Belegung weiterer Englischkurse, die ohne KMK-Zertifikat an vielen akademischen Bildungseinrichtungen verlangt werden.

Das KMK-Zertifikat wurde speziell für einzelne Berufe entwickelt und genießt europaweit Anerkennung, denn es orientiert sich an einem vom Europarat für alle Mitgliedsstaaten der EU verbindlich definierten Sprachenrahmen.

Am Hansa Berufskolleg Unna werden diese Prüfungen ein- bis zweimal jährlich mit den Schwerpunkten Wirtschaft- und Verwaltung, Informatik und Logistik in verschiedenen Niveaustufen (II, III und IV) angeboten.

Die aktuellen Prüfungstermine werden per Aushang in der Pausenhalle und auf der Homepage bekanntgegeben.

Bereits im März 2018 stehen die nächsten Kandidaten in den buchstäblichen Startlöchern, um ihre berufsbezogenen Englischkenntnisse unter Beweis zu stellen.

 

In diesem Sinne bleibt nur festzustellen: „Well done, everyone!“

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Auswahlgespräche Erasmus-Auslandspraktikum

Die Auswahlgespräche für das ERASMUS-Auslandspraktikum 2018 finden am Mittwoch, 21.02.2018 um 15.30 Uhr in Raum 220 statt.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: Globalzusammenfassung 2018

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Besuch des IES-Comercio in Logroño, Spanien

Vom 24.01.2018 bis zum 26.01. reiste ich auf Einladung einer Berufsschule nach Logroño in Nordspanien um Schule, Stadt und dort ansässige Betriebe kennenzulernen und ein gemeinsames Austauschprojekt von Berufsschülern zu organisieren. Ziel dieser vom europäischen Erasmus+ Programm geförderten Projekte ist es, Berufsschülern Praktika im europäischen Ausland zu ermöglichen.
Logroño, die Hauptstadt der autonomen Region La Rioja, ist am besten von Düsseldorf aus über den Flughafen von Bilbao zu erreichen (2 Stunden Flugzeit). Von dort aus nimmt man einen Shuttel-Bus zum Busbahnhof und dann den Fernbus nach Logroño. Diese letzte Fahrt dauert ebenfalls ca. 2 Stunden.
Um 17 Uhr wurde ich am Busterminal von Logroño begrüßt. Raquel De Santiago Ochoa, die Koordinatorin für Auslandspraktika an unserer neuen Partnerschule, holte mich zusammen mit ihrem Partner Miguel mit dem Auto ab und sie fuhren mich nach einem Zwischenstopp an meinem Hotel zu ihrer Schule, wo an diesem Abend noch ein Treffen mit der Schulleiterin und Bildungsgang-Koordinatoren geplant war.
Die Schule, das IES Comercio, ist etwas größer als das Hansa-BK und bietet neben den Bildungsgängen der kaufmännischen und informationstechnischen Berufsausbildung in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen auch die Sekundar- und Oberstufe an. IES bedeutet „Instituto de Educación Secundaria“.

Es überraschte mich, dass sich abends noch Schüler und Lehrer im Gebäude befanden. Am IES Comercio wird in zwei Schichten unterrichtet. Der Unterricht kann bis 22:00 Uhr dauern! Dies betrifft aber in der Regel berufstätige Schüler.
Im Büro der Schulleiterin traf ich also auf eine Reihe spanischer Kolleginnen und Kollegen und zwei Schüler, die in diesem Jahr noch ihr Praktikum im Ausland absolvieren wollen. Wir stellten Gemeinsamkeiten, aber auch wichtige Unterschiede in den Abläufen und im Schul- und Ausbildungssystem fest. Für die spanischen Berufsschüler ist ein 3-monatiges Praktikum verpflichtender Bestandteil ihrer Berufsausbildung, der erst nach Bestehen der theoretischen Abschlussprüfungen stattfindet.
Bei einer Führung durch die Schule mit Zwischenstopp in der noch immer geöffneten Schulcafeteria beeindruckte es mich, dass für jede/n Lehrer/in ein Arbeitsplatz mit Computer in nach Fächern aufgeteilten Büros zur Verfügung steht.
Abends wurde ich von Raquel und Miguel durch eine der Kneipen-Straßen der Innenstadt geführt. „Ir de pinchas“ bedeutet, dass man in jeder Bar ein Glas Wein trinkt und sich dazu eine Kleinigkeit zum Essen aussucht. Jede Bar hat dabei seine eigenen Spezialitäten.
Logroño ist eine Universitätsstadt mit 150.000 Einwohnern und auch unter der Woche abends noch sehr lebhaft.
Am nächsten Tag wurde ich von Raquel von einem möglichen Praktikumsbetrieb zum nächsten gefahren. Junge IT-Unternehmen wie SIAM-IT, SDI und ARSYS haben gemeinsam, dass dort eine sehr junge Belegschaft beschäftigt ist und sie sich noch weiter verstärken wollen. Im Gegensatz dazu stand die kleine Weinkellerei Ijalba, die 70% ihres La-Rioja-Weines exportiert.

Zwei große Speditionsunternehmen, nämlich DHL und die Spedition Würth, unterhalten bedeutende Niederlassungen in Logroño. Letztere verfügt am Standort sogar über ein beeindruckendes, umsonst zugängliches Museum mit wechselnden Ausstellungen.
Am Freitag verließ ich die Stadt mit der Überzeugung, eine verlässliche Partnerschule gefunden zu haben, die uns in Zukunft viele Möglichkeiten bieten wird.
Marius Grüne