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Das Hansa hat wieder Besuch aus Fernost

9 Schülerinnen und Schüler sowie 5 Lehrer der Shanghai Economic Managment School sind bereits seit Sonntag, 13. Mai 2018 wieder zu Gast in Unna. Heute stand ein halbtägiges Job-Shadowing auf dem Programm, u.a. bei den Firmen Fleischhacker, Hesse, Rhenus und Kik. Hinter dem Begriff versteckt sich das Wort „Beschatten“ und so kam es, dass die chinesischen Schüler die deutschen Auszubildenden in ihrem Arbeitsalltag im Großhandel begleitet und als „Shadow“ beobachtet haben. Nach einem aufregenden Vormittag ging es zurück zum Hansa Berufskolleg, wo der Landrat Herr Makiolla die chinesischen Gäste im Kreis Unna willkommen hieß. Im Anschluss folgten die Berichte der Schülergruppen über die Erlebnisse im Rahmen des Job-Shadowing und auch die deutsch-chinesische Projektarbeit musste noch fortgeführt werden. Morgen steht dann ein Besuch der Logistikdrehscheibe Duisburg mit einer Hafenführung an. Eines steht jetzt schon fest: Langeweile wird bei dem vielfältigen Programm bei keinem der chinesischen und deutschen Schüler aufkommen.

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Zertifizierung der neuen Asienkaufleute des Hansa Berufskollegs Unna

IHK, Kreis Unna und Hansa Berufskolleg übergeben zum zweiten Mal Zertifikate an Asienkaufleute

Die außenwirtschaftlichen Aktivitäten der Unternehmen in der Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund werden immer stärker. Von großem Interesse ist dabei der asiatische Markt – vor allem China, das auch 2017 der wichtigste Handelspartner Deutschlands war. Die Unternehmen vor Ort benötigen deshalb besonders im Bereich der dualen Berufsausbildung besonders qualifizierte Mitarbeiter, um ihre Exportaktivitäten weiter auszubauen. Aus diesem Grund bietet das Hansa Berufskolleg Unna in Kooperation mit der IHK zu Dortmund die Zusatzqualifizierung „Asienkaufmann/-frau“ an, die durch einen elftägigen Aufenthalt in Shanghai abgerundet wird.
Im Februar 2018 legten zehn Asienkaufleute ihre Prüfung ab – sie hatten ihre umfangreichen Kenntnisse in den drei Prüfungsbereichen Außenhandel, Chinesische Landeskunde und Sprache sowie Wirtschaftsenglisch erfolgreich unter Beweis gestellt. Heute wurden die Zertifikate für den erfolgreichen Abschluss der Qualifikation feierlich unter dem Applaus ihrer Ausbilder in der IHK überreicht.

Die Auszubildenden des Groß- und Außenhandels und der Industrie nahmen die Urkunden aus den Händen von Herrn Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer und Leiter des Bereichs Internationales entgegen.

Die zahlreichen beteiligten Ausbildungsunternehmen profitieren erheblich von dieser Zusatzqualifizierung ihrer jungen Mitarbeiter. Frau Susanne Maletz sieht in ihrer Funktion als Leiterin der Aus- und Fortbildung bei dem Unternehmen Kik Textilien und Non-Food GmbH den Mehrwert vor allem im kompetenten Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern. Ihre Auszubildende Frau Lara Stratmann kann dies bezeugen: „Durch den intensiven Kontakt mit den chinesischen Schülern und dem einjährigen Chinesischkurs fühle ich mich viel sicherer, wenn ich mit unseren chinesischen Zulieferern per Mail oder telefonisch in Kontakt trete. Diese sind immer völlig erstaunt, wenn ich mich auf Chinesisch vorstelle. Auch die fachlichen Inhalte des Außenhandelskurses kann ich tagtäglich anwenden, so z.B. bei der Berechnung von Luftfrachtsendungen!“

„China ist für die auslandsaktiven Unternehmen in unserer Region ein wichtiger Partner. Im Kreis Unna und den Städten Dortmund und Hamm gibt es rund zweihundert Unternehmen, die ihre Produkte nach China liefern. Jedes sechste exportorientierte Unternehmen plant neue Investitionen im Reich der Mitte. Vor diesem Hintergrund ist diese besondere Zusatzqualifikation ein großer Pluspunkt für die Betriebe. Hervorragend ausgebildete und qualifizierte Mitarbeiter steigern die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen weltweit“, sagte Herr Ehrich.

Denn auch in China gibt es das bekannte Sprichwort:

„Aller Anfang ist schwer.“
万事开头难。- Wànshì kāitóu nán.

Weitere Statements zur Übergabe der Zertifikate:
Herr Rodolf Mertens, stellvertretender Schulleiter Hansa Berufskolleg Unna:
„Beruflicher Erfolg ist nicht allein eine Frage der betriebswirtschaftlichen oder technischen Fachkompetenz, sondern immer auch der interkulturellen Kompetenz. Dazu wollen wir als Schule einen Beitrag leisten. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern arbeiten wir daran, unseren Schülerinnen und Schülern die Zusatzqualifikation Asienkaufmann/-frau zu vermitteln. Grundstein hierfür ist die von der Mercator-Stiftung und dem Pädagogischen Austauschdienst geförderte Schulpartnerschaft mit der Shanghai Economic Management School (SEMS). Diese Unterstützung macht deutsch-chinesische Begegnungen für Schüler wie Lehrer unmittelbar erlebbar und ermöglicht Freundschaften zwischen den Kulturen. Besonders prägend ist hierfür der Aufenthalt in Gastfamilien. Die beiderseitig erlebte große Gastfreundschaft verhilft hierbei schnell und unkompliziert dazu, Berührungsängste mit einer zunächst fremden Kultur abzubauen.
Chinesische Partner unserer Ausbildungsbetriebe gewähren uns Einblicke in ihre Geschäftsprozesse. Damit bereichern sie theoretischen Ausbildungsinhalte wie z.B. die Außenhandelskalkulation oder das internationalen Marketing um wertvolle Fallbeispiele aus der Praxis des deutsch-chinesischen Handels. Unsere Auszubildenden erhalten vor Ort aus erster Hand Informationen und Eindrücke über die Arbeits- und Geschäftswelt in China. Erste eigene Erfahrungen mit dem asiatischen Kulturkreis qualifizieren die Auszubildenden für eine spätere Tätigkeit im deutsch-chinesischen Handel und machen sie damit für zukünftige Arbeitgeber besonders wertvoll. So dient die erworbene Zusatzqualifikation „Asienkaufmann/-frau“ dazu, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler auf dem Arbeitsmarkt zu stärken.“

Projektteam Frau Marion Kadoch und Herr Thomas Holzhausen, Studiendirektoren Hansa Berufskolleg Unna:
„Wir sind sehr stolz auf unsere Absolventen, die zusätzlich zu ihrer regulären Ausbildung die Mühen des abendlichen Chinesisch- und Außenhandelskurses auf sich genommen haben. Sie haben unsere chinesischen Schüler und Lehrer in Unna mit offenen Armen empfangen und ihre neuerworbenen Chinesischkenntnisse mit dem Bestehen der HSK 1 (Hànyǔ Shuǐpíng Kǎoshì) – Prüfung vor dem Konfuziusinstitut in Duisburg beeindruckend belegt. Mit dem Erwerb der Zusatzqualifikation Asienkaufleute konnten die Auszubildenden ihre Qualifizierung für das Asiengeschäft am Hansa Berufskolleg Unna unter Beweis stellen.“

Frau Ling Liu-Weikl, Exportabteilung der Fleischhacker GmbH & Co KG und Mitglied im Prüfungsausschuss für Asienkaufleute:
„Dieses Projekt sorgt für ein intensives Verständnis zwischen den Handelspartnern Deutschland und China – die Teilnehmer konnten unsere chinesischen Zuliefererbetriebe in Shanghai besuchen und wissen nun, wie die Produkte, mit denen sie tagtäglich handeln, wirklich hergestellt werden.“

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Man spricht chinesisch am Hansa Berufskolleg

Die Kooperation zwischen dem Konfuzius-Institut Metropole Ruhr und dem Hansa Berufskolleg Unna besteht bereits seit Anfang 2016. Nun wurden erneut 12 Auszubildende des Groß- und Außenhandels unserer Schule für ihre erfolgreiche Teilnahme an der chinesischen Sprachprüfung ausgezeichnet und sind damit ihrem Ziel, dem Abschluss zum IHK-geprüften Asienkaufmann, einen weiteren Schritt nähergekommen.

Der klassische Sprachtest für das Hochchinesische ist der staatliche chinesische 汉语水平考试 Hànyǔ Shuǐpíng Kǎoshì, kurz HSK genannt, der weltweit regelmäßig abgehalten wird. Er ist eine wichtige Prüfung, um das Chinesisch-Niveau nachzuweisen, und auch ein bedeutendes Zeugnis, um in China zu studieren und zu arbeiten. Da sich das Hochchinesisch zu einer der wichtigsten Handelssprachen Asiens entwickelt hat, stellt das ausgehändigte Zertifikat für unsere Auszubildenden des Groß- und Außenhandels einen wichtigen Pluspunkt in der Bewerbungsmappe dar. Durch den zweimal monatlich stattfindenden Unterricht durch Frau Yu haben sich die Auszubildenden für den Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern interkulturell und sprachlich vorbereitet. Sie haben gezeigt, dass Chinesisch erlernbar und eine spannende Angelegenheit ist. In kaum einem Land der Welt werden selbst einfache Sprachkenntnisse so begeistert aufgenommen wie in China.

Die Teilnehmer konnten ihre neu erworbenen Fremdsprachenkenntnisse bei der Aufnahme chinesischer Gastschüler sowie bei ihrem eigenen Aufenthalt in Shanghai im Sommer 2017 selbst ausprobieren.

Doch die Mühen haben sich gelohnt, denn …

Wer eine Fremdsprache lernt, zieht den Hut vor einer anderen Nation.

(Martin Kessel)

Auch wenn natürlich gilt:

„Aller Anfang ist schwer!“

万事开头难。„Wànshì kāitóu nán

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Fit für Asien

Asienkaufleute des Hansa Berufskollegs Unna beschließen Projektjahr bei Sonepar in Holzwickede

Seit dem Schuljahr 2015/16 eröffnet das Hansa Berufskolleg Unna den regionalen Ausbildungsbetrieben das innovative Angebot zum Erwerb der Zusatzqualifikation ‚Asienkaufmann’ in enger Kooperation mit der IHK Dortmund.

Bereits zum 3. Mal hatten Schüler des Hansa Berufskollegs Unna die Gelegenheit, die chinesische Arbeits- und Geschäftswelt kennenzulernen. So fuhren im September 12 Auszubildende wieder zum interkulturellen Austausch in die Wirtschaftsmetropole Shanghai, um die dortige Partnerschule und einige Zulieferer der Ausbildungsbetriebe kennen zu lernen.
Am 22.11.2017 fand bei „Sonepar Deutschland“ in Holzwickede die Abschlussveranstaltung des Projektjahres 2017 statt.

Ausgangspunkt war der Wunsch einiger Ausbildungsbetriebe nach einer Qualifizierung ihrer Auszubildenden für den asiatischen Wirtschaftsraum. Hierzu zählen einige namhafte Ausbildungsbetriebe des Kreises Unna wie z.B. Sonepar Deutschland in Holzwickede, KiK in Bönen, Woolworth in Unna oder Fleischhacker Laboreinrichtungen/Medizintechnik in Schwerte.
Für Marion Kadoch und Thomas Holzhausen als Projektkoordinatoren am Hansa Berufskolleg Unna war dies Anlass genug ein Ausbildungsmodell ins Leben zu rufen, in dem die Auszubildenden des Groß- und Außenhandels und der Spedition umfangreiche berufliche, persönliche und interkulturelle Kompetenzen in Bezug auf Asien erlangen können.
Besonderheit dieses Ausbildungsmodell ist die Verknüpfung theoretischer Inhalte des Außenhandels sowie der chinesischen Sprache und Landeskunde mit dem Erleben der fernöstlichen Kultur durch den von der Mercator-Stiftung geförderten Schüleraustausch mit der Partnerschule in Shanghai.

So besuchte im bereits im Mai 2017 eine 14-köpfige Delegation mit chinesischen Lehrern und Deutsch lernenden Schülern für eine Woche das Hansa Berufskolleg in Unna. Untergebracht wurden die chinesischen Schüler bei den zukünftigen Asienkaufleuten in Gastfamilien. Zu Beginn ihres Aufenthaltes in Unna wurden sie durch Schulführungen, Hospitationen usw. in den Schulalltag am Hansa Berufskolleg eingebunden. Gemeinsam mit ihren deutschen Gastgebern arbeiteten sie an einem gemeinsamen berufsbezogenen Projekt.

Zudem absolvierten alle Projektbeteiligten ein umfangreiches berufsbezogenes und kulturelles Besichtigungsprogramm. Deutsche Auszubildende zeigten den chinesischen Gästen ihre Ausbildungsbetriebe. Weitere Ausflüge führten sie z.B., in den Signal-Iduna-Park, aber auch nach Köln und Frankfurt.

Zum Gegenbesuch reisten 12 deutsche Auszubildende begleitet vom Schulleiter Günter Schmidt und ihren Lehrern Petra Roth und Daniel Helmke im September für 12 Tage nach Shanghai und erlebten dort die chinesische Arbeitswelt und Kultur. Die Partnerschule SEMS gewährte Einblicke in den chinesischen Schulalltag und das dortige Ausbildungssystem.

Gleichermaßen beeindruckt und begeistert berichteten die Auszubildenden des Berufskollegs im Rahmen der Abschlussveranstaltung bei Sonepar in Holzwickede von ihrer Reise.
Die dualen Ausbildungspartner des Hansa Berufskollegs Unna öffneten die Türen ihrer Geschäftspartner in Shanghai und Umgebung. Dabei konnten die Auszubildenden chinesische Zulieferbetriebe und Logistikeinrichtungen kennenlernen. Auf diese Weise erhielten die Auszubildenden vor Ort Informationen aus erster Hand und Eindrücke über die Arbeits- und Geschäftswelt in China. Sie bauten durch persönliche Begegnungen und die erlebte große Gastfreundschaft schnell und unkompliziert ihre Berührungsängste mit einer zunächst fremden Kultur ab.
Ein besonderer Höhepunkt erwartete die Besucher dann beim Briefing zur wirtschaftlichen Lage Chinas in der deutschen Auslandshandelskammer in Pudong.
Abgerundet wurde der Aufenthalt für die deutschen Schüler durch ein Wochenende bei einer chinesischen Gastfamilie, das Kennenlernen von chinesischer Kalligraphie, Teezeremonien und anderer kultureller Sehenswürdigkeiten.

Das Durchlaufen der theoretischen Ausbildungsmodule und des Fachprogramms in Shanghai eröffnen den Auszubildenden verschiedene Zertifizierungen:

• Prüfung vor der IHK Dortmund ‚Zusatzqualifikation Asienkaufmann’
• Erwerb des chinesischen Zertifikats über die Projektteilnahme durch die Shanghai Economic Management School
• Anlage zum Berufsschulabschlusszeugnis
• Ggf. Erhalt des chinesischen Sprachprüfungszertifikats Niveau HSK1 durch das Konfuzius-Institut

Darüber hinaus bleiben für jeden Teilnehmer die Erinnerungen an eine einzigartige Reise und an die unvergesslichen Begegnungen mit neuen Freunden.

Nähere Informationen und Fotos bei:

Marion Kadoch (marion.kadoch(at)hansa-berufskolleg-unna.de)
Thomas Holzhausen (thomas.holzhausen(at)hansa-berufskolleg-unna.de)

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Deutschland in sechs Tagen

Frankfurt, Unna, Köln, Dortmund und wieder zurück nach Frankfurt – so sahen die Stationen der chinesischen Delegation aus, die in der Zeit vom 13. bis 19. Mai Gast des Hansa Berufskollegs waren. 9 Schülerinnen und Schüler, 5 Lehrer sowie der stellvertretende Schulleiter der Shanghai Economic Management School, Mr Weng Haonian, in Shanghai haben während ihres Aufenthaltes in Unna einen Einblick in die deutsche Kultur und Wirtschaft erhalten und dabei die Region näher kennenlernen können. Die deutschen Gastfamilien hießen die chinesischen Schülerinnen und Schüler in ihrem Zuhause herzlich willkommen und ließen sie an ihrem familiären Alltag teilnehmen. Der Austausch ermöglicht den jungen chinesischen und deutschen Menschen einen Einblick in ein neues Land und eine neue Kultur, um zu einem besseren gegenseitigen Verständnis zu gelangen.

Für die deutschen Auszubildenden sind diese Erfahrungen zudem ein wichtiger Baustein bei der Qualifizierung für den asiatischen Markt im Rahmen ihrer Ausbildung zum Asienkaufmann/kauffrau.

Neben vielen Termin in Unna, wie der Begrüßung durch den Schulleiter des Hansa Berufskollegs Herrn Schmidt, dem Empfang durch den Kreisdirektor Herrn Makiolla im Märkischen Berufskolleg sowie dem Besuch des Unterrichts in Klassen des Hansa Berufskollegs, um den chinesischen Gästen einen Eindruck vom deutschen Schulsystem zu vermitteln, standen auch kulturelle Ausflüge auf dem vielseitigen Programm. Die Besichtigung des Kölner Doms sowie eine BVB-Stadion-Tour waren für die Gruppe ein Erlebnis und rundeten das vielseitige Rahmenprogramm ab.

Im Fokus des Austausches stand jedoch das Thema „Die wirtschaftliche Bedeutung der Handelspartner Deutschland und China“. So bekamen die chinesischen Schüler die Möglichkeit, einen Einblick in deutsche Unternehmen zu erhalten. Im Rahmen des „Job Shadowing“ konnten die Gäste sich ein Bild davon machen, wie ein deutsches Unternehmen Geschäfte mit China tätigt und der Arbeitsalltag eines Auszubildenden im Großhandel aussieht.

Die gesammelten Erfahrungen konnten sogleich in die Projektarbeit der deutsch-chinesischen Schülergruppen einfließen, die typische chinesische bzw. deutsche Produkte zum Thema hatten, die im jeweiligen Partnerland verkauft werden. Die Präsentationen der Projektergebnisse bildeten sogleich den Rahmen für die Abschlussveranstaltung am Abreisetag. Nach der Übergabe der Teilnahmezertifikate durch Herrn Schmidt wurde die chinesische Delegation verabschiedet, da der Rückflug in Frankfurt bereits am Abend bevorstand. Eine ereignisreiche Woche sowohl für die chinesischen als auch die deutschen Teilnehmer geht zu Ende. Ein Wiedersehen findet bereits im September dieses Jahres statt, denn dann startet die deutsche Delegation ihre Reise in das Reich der Mitte zum Gegenbesuch in Shanghai.

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Fit für den asiatischen Markt

Im Februar haben die ersten Asienkaufleute ihre Prüfung für die Zusatzqualifikation abgelegt, nun wurden Ihnen die Zertifikate für den erfolgreichen Abschluss in feierlichem Rahmen in der IHK Dortmund überreicht.

Seit dem Schuljahr 2014/15 bietet das Hansa Berufskolleg Unna in Kooperation mit der IHK zu Dortmund Kaufleuten im Groß- und Außenhandel die Zusatzqualifikation „Asienkaufmann/-kauffrau“ an. Neben der Teilnahme an den Pflichtmodulen „Außenhandelsprozesse“, „Wirtschaftsenglisch“ und „Chinesische Sprache und Landeskunde“ ist der Aufenthalt in Shanghai einer der Höhepunkte der Ausbildung.

Sina Loose, Nico Bornheim und David Keller nahmen nun als erste Absolventen die Urkunden entgegen. Wulf-Christian Ehrlich, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer und Leiter des Bereits Internationales, Dr. Detlef Timpe, Schuldezernent des Kreises Unna und Günter Schmidt, Schulleiter des Hansa Berufskollegs ließen es sich im Rahmen der feierlichen Übergabe der Zertifikate nicht nehmen, ein paar anerkennende Worte an die Absolventen zu richten. Die wachsende Bedeutung Asiens, insbesondere Chinas sowie die zunehmenden Geschäftsbeziehungen deutscher Unternehmen mit asiatischen Firmen verlange vermehrt Fachkräfte, die Einblicke in die Besonderheiten des Außenhandels mit Asien haben und über grundlegende Kenntnisse der chinesischen Sprache und Kultur verfügen. Im regionalen Kontext mache sich dies auch im Kreis Unna und den Städten Dortmund und Hamm deutlich bemerkbar, wo eine Vielzahl an Unternehmen Geschäftsbeziehungen mit asiatischen und vor allem chinesischen Unternehmen unterhalten.

Vor diesem Hintergrund ist diese besondere Zusatzqualifikation ein großer Pluspunkt für die Betriebe. Sina Loose und Nico Bornheim arbeiten als angehende Kaufleute im Groß- und Außenhandel beim Medizintechnik-Unternehmen Fleischhacker in Schwerte, während David Keller bereits seine Ausbildung beim Elektrogroßhändler Sonepar in Holzwickede erfolgreich abgeschlossen hat. Weitere angehende Asienkaufleute befinden sich bereits in den Startlöchern und werden auch in Zukunft mit Unterstützung des Hansa Berufskollegs fachlich und sprachlich auf den Umgang mit asiatischen Geschäftspartnern vorbereitet.

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China-Kompetenz made in Unna

Bereits Anfang 2016 startete die Kooperation zwischen dem Konfuzius-Institut Metropole Ruhr und dem Hansa Berufskolleg Unna, um unsere Auszubildenden im Rahmen ihrer Zusatzqualifikation zum IHK-geprüften Asienkaufmann in der chinesischen Sprache und Kultur aktiv zu fördern. Nun wurden 11 Auszubildende und 3 Lehrer unserer Schule für Ihre erfolgreiche Teilnahme an der Sprachprüfung ausgezeichnet.

Der Hànyǔ Shuǐpíng Kǎoshì (chinesisch 汉语水平考试‚ Prüfung des Chinesisch-Niveaus, HSK) ist ein zentraler, standardisierter Test für Chinesisch als Fremdsprache, der den sprachlichen Leistungsstand misst. Er wird in der Volksrepublik China und weltweit an lizenzierten Testzentren (bei uns das Konfuziusinstitut in Duisburg) durchgeführt. Der HSK eignet sich für alle, die einen qualifizierten Sprachnachweis erwerben wollen und für Studierende, die ausreichende Sprachkenntnisse nachweisen müssen, um zu einem Fachstudium in China zugelassen zu werden.

Der HSK ist eine wichtige Prüfung, um das Chinesisch-Niveau nachzuweisen, und auch ein wichtiges Zeugnis, um in China zu studieren und zu arbeiten. Insbesondere für unsere Auszubildenden des Groß- und Außenhandels und der Industrie stellt dieses Zertifikat einen wichtigen Pluspunkt in der Bewerbungsmappe dar, zeigt es doch, dass sie sich für den Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern interkulturell und sprachlich vorbereitet haben.

Zudem stellt diese Prüfung eine wichtige Komponente auf dem Weg zur Erlangung der IHK-geprüften Qualifikation zum Asienkaufmann dar, bei der die Teilnehmer zusätzlich Prüfungen in den Kursen Außenhandelsprozesse und Wirtschaftsenglisch ablegen müssen.

Die engagierte Lehrerin Frau Yu hat die Lernenden sehr sorgfältig und umfassend auf diese Prüfung vorbereitet. Der Unterricht fand zweimal monatlich statt und stellte eine zusätzliche Herausforderung für die Auszubildenden und Lehrer dar.

Folgende Teilnehmer haben die Prüfung, die sich aus Hör- und Leseverständnisaufgaben zusammensetzt, erfolgreich am Konfuziusinstitut in Duisburg bestanden:

  • Afflerbach, Marén
  • Arthecker, Melanie
  • Baaka, Ilias
  • Breuer, Tom
  • Gründler, Jan-Hendrik
  • Holzhausen, Thomas
  • Kadoch, Marion
  • Keller, David
  • Lux, Ann-Kathrin
  • Schike, Kristina
  • Schmidt, Günter
  • Stanitzek, Luisa
  • Stratmann, Lara
  • Stücker, Anna-Lena

Der neue Kurs hat bereits im Januar 2017 begonnen und im Mai 2017 wird eine Delegation unserer chinesischen Partnerschule aus Shanghai erwartet – hier können die neuen Kursteilnehmer ihre Chinesischkenntnisse sofort im Umgang mit den chinesischen Schülern ausprobieren.

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Auf nach Asien

Auch im aktuellen Schuljahr haben wieder Schülerinnen und Schüler unsere Partnerschule in Shanghai besucht und die Zusatzqualifikation Asienkaufmann erhalten.

Den Bericht dazu finden Sie auf den Seiten des Kreises Unna und des Westfälischen Anzeigers:

http://www.kreis-unna.de/nachrichten/newsdetail.html?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7781&cHash=6f096f3881a0e7c00c0eed0fcaeff262

http://www.wa.de/lokales/boenen/auszubildende-boenen-kreis-qualifizieren-sich-asienkaufmann-6965896.html

Zudem finden Sie bei Youtube auch ein Video:

 

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Getting to know Shanghai – 14-köpfige Delegation des Hansa Berufskollegs Unna reist nach China

Mit großer Spannung reiste eine Gruppe von Auszubildenden mit ihren Lehrern Marion Kadoch, Thomas Holzausen, Daniel Helmke und ihrem Schulleiter Günter Schmidt vom 02.-15.09.2016 nach Shanghai. Dieser Aufenthalt ist ein freiwilliges Modul auf dem Weg zur Erlangung der IHK-zertifizierten Zusatzprüfung zum Asienkaufmann.

 Nach einem elfstündigen Flug im A380 der Lufthansa wurden die Gruppe gleich von den Lehrern und Schülern unserer chinesischer Partnerschule, der Shanghai Economic Management School in Empfang genommen. Es war ein Wiedersehen unter Freunden – bereits im Mai dieses Jahres hatten die chinesischen Schüler und Lehrer unsere Schule für eine Woche besucht.

Der Aufenthalt in Shanghai zeichnete sich durch zahlreiche Highlights aus:

Der Geschäftsführer der Deutschen Auslandshandelskammer, Herr Dr. Angerbauer, wies in einem packenden Fachvortrag auf die wirtschaftlichen Chancen und Risiken deutscher Unternehmen in Shanghai hin. So besteht die größte Hürde darin, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden und diese auch langfristig zu halten. In China gehört ein regelmäßiger Arbeitsplatzwechsel nach spätestens zwei Jahren buchstäblich zum guten Ton – durch raffinierte Gegenmaßnahmen, z.B. Bezahlung der Krankenkasse der Eltern des Angestellten oder die zügige Verleihung aller möglicher Titel sollen die Mitarbeiter im Unternehmen gehalten werden. Seit einiger Zeit wurde der Mindestlohn für Arbeiter durch die chinesische Regierung deutlich erhöht – Ziel ist die Stärkung des Konsums der Bevölkerung und damit des Wirtschaftswachstums. Dabei wurden auch umweltpolitische Themen wie die Mülltrennung und die Verbreitung von Solaranlagen von den Auszubildenden angesprochen. Auch war die Tatsache, dass China eine ähnliche Problematik mit einer überalterten Gesellschaft hat, für viele Teilnehmer neu. Die frühere staatlich verordnete Ein-Kind-Politik wurde zwar vor mehreren Jahren aufgehoben, dennoch können sich viele junge chinesische Eltern nur ein Kind leisten, da die Ausbildungskosten hohe Summen verschlingen.

Der Besuch der Shanghai Polytecnic University zeigte sich als Glückstreffer für die Weiterentwicklung unseres Asienprojekts: Der Vizehochschulpräsident Herr Xu Yufa sowie die Vizeleiterin des International Office, Frau Qu Lili, boten unseren Auszubildenden die einmalige Chance an, im Anschluss an ihre Ausbildung ein Praktikum in einem chinesischen Betrieb durchführen oder sogar ein Auslandssemester dort zu studieren.

Um den Auszubildenden auch einen Einblick in die Arbeitsweise ihrer chinesischen Zuliefererbetriebe zu geben, verbrachten diese einen Tag in verschiedenen Unternehmen – dabei stand vor allem der Vergleich der deutschen und chinesischen Berufsbildung im Vordergrund.

Abgerundet wurde das betriebliche Programm durch einen Aufenthalt bei einer chinesischen Zollbehörde, der umfangreich über die gängigen Ein- und Ausfuhrverfahren Aufschluss gab. Hier hörten die deutschen Auszubildenden besonders gut zu, da ihre eigenen Ausbildungsbetriebe, wie z.B. KIK, Fleischhacker oder OTC Pharma tagtäglich mit der Verzollung des Warentausches mit China zu tun haben.

Der Besuch des Generalkonsulats für Kultur und Bildung der Bundesrepublik Deutschland thematisierte sehr gut die interkulturellen Besonderheiten und Vorurteile auf chinesischer und deutscher Seite. Die Aussagen ‚Deutschland als Land der Tugend, in dem viel gearbeitet aber weniger gelacht wird’ versus ‚China als Land der unzähligen Menschen, die jeden Tag Reis essen’ wurden augenzwinkernd von Herrn Dr. Heimes und seiner Mitarbeiterin Frau Kristina Nestl kommentiert.

Doch auch die interkulturellen Fähigkeiten der Teilnehmer wurden auf Herz und Nieren getestet: So verbrachten die Schüler ein Wochenende bei ihren chinesischen Gastfamilien und konnten ihre im Chinesischkurs am Hansa BK erworbenen Sprachkenntnisse anwenden; der Umgang mit Stäbchen wurde selbstverständlich und auch erste Versuche in der Kalligraphie wurden unternommen.

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Auf nach Shanghai!

Im Rahmen der Qualifizierung von Auszubildenden für den asiatischen Markt machte sich eine 14 köpfige Delegation unserer Schule am 02.09.2016 auf den Weg in die chinesische Metropole.

Auf dem Programm des 12tägigen gelenkten Aufenthalts stehen u.a. Besuche unserer Partnerschule Shanghai Economic Management School, der deutschen Auslandshandelskammer, des Goetheinstituts und des Tiefseehafens. Außerdem haben die Auszubildenden die Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen ihrer chinesischen Geschäftspartner sowie zur Besichtigung von Produktionsbetrieben und Logistikeinrichtungen vor Ort. Abgerundet wird das Programm mit einem vielfältigen kulturellen Programm, das unsere Partnerschule auf die Beine stellt.
Durch die Aufnahme in eine chinesische Gastfamilie erhoffen sich die Auszubildenden einen lebendigen Einblick in die chinesische Kultur und eine Verbesserung ihrer schon im Chinesischkurs am Hansa BK vermittelten Sprachkenntnisse.
Gute Reise oder „yilu-ping`an“ !