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Praktikumsbericht aus Logroño / Spanien

Die Anreise:
Zu Beginn meines Praktikums flogen wir von Düsseldorf nach Bilbao und wollten von dort aus mit einem Bus nach Logroño. Doch dort gab es die erste Schwierigkeit, da der nächste Bus ausgebucht war. Da wir nun anderthalb Stunden warten mussten, war meine erste Erfahrung mit Spanien, durch Bilbao zu schlendern und die Läden zu betrachten. Noch wirkte alles so wie in Deutschland. Der einzig merkbare Unterschied war es, dass alle Schilder auf Spanisch zu sehen waren.
Nachdem wir schließlich in Bilbao angekommen waren, begrüßte uns unten in einem Kaffee unser Vermieter Eduardo. Er führte uns durch die schicke Wohnung, zeigte uns die Einrichtung, übergab uns die Schlüssel und erklärte anhand einer Karte, was für Orte wir besuchen könnten. Sein Englisch war zwar ein wenig gebrochen, aber es war doch irgendwie möglich, sich mit ihm zu verständigen und alles Wichtige abzusprechen. Nachdem man Nummern ausgetauscht hatte, verließ er uns. Nun war unser erster Schritt, einzukaufen.
Nach einem ausgelassenen Wochenende war es am Montag nun an der Zeit, sich im Betrieb vorzustellen. Wir hatten die Unterstützung unseres Lehrers und einer Lehrerin von einer spanischen Universität, aber trotzdem war man etwas nervös. Das Vorstellen lief noch etwas holprig ab, aber der Empfang war nett und man fühlte sich sehr willkommen.

Der Betrieb und Arbeiten:
In Spanien arbeitete ich bei DHL Logropal SL. Bzw. DHL Express SL. Es liegt ein Stück außerhalb der Innenstadt von Logroño und hat die Adresse:
Calle Santa Maria 15
Poligono La Portalada II
Logroño, 26006 Spain
Im Vergleich zu meinem Ausbildungsbetrieb war es um einiges kleiner und familiärer. Meine Kommunikation mit den Kollegen lief hierbei hauptsächlich in Englisch ab, wodurch ich meine Sprachkenntnisse in der Praxis testen konnte.
Ein großer Unterschied waren aber auch die Arbeitszeiten, diese waren eine ziemliche Umstellung für mich. Die Mittagspause betrug drei Stunden, im Gegensatz zu den 30 Minuten in Deutschland. Nachdem man sich aber einmal dran gewöhnt hat, kommt man auch gut damit klar.
Meine Aufgaben waren in zwei Hauptbereiche geteilt: Am Morgen von 8:30 bis 13:30 war ich im Büro in der Verwaltung tätig und nachmittags von 16:30 bis 19:30 arbeitete ich körperlich im Bereich DHL Express.
Eine meiner liebsten Aufgaben war es jedoch, Tabellen mit eingegangenen und ausgegangenen Anrufen zu bearbeiten, damit sie ausgewertet werden können. Ich hatte für diese Aufgabe reichlich Zeit bekommen. Ich wusste hier lediglich was das Ziel ist und konnte mittels des Internets selbst recherchieren, wie ich dieser erreiche. Hierdurch konnte ich meine Kenntnisse in der Arbeit mit Excel etwas vertiefen und meinen eigenen Kopf benutzen.
Während meines Aufenthalts hat mein Vorgesetzter mich sogar mitgenommen, um ein paar Betriebe unserer Kunden zu besichtigen. Diese wären EMKA Beschlagteile, Calzados Évori und Calzados Victoria.
Bei EMKA Beschlagteile handelt es sich um ein Unternehmen, welches Dichtungen, Verschlüsse und andere Teile für Sicherungsschränke etc. herstellt. In der Niederlassung, welche ich besuchen durfte, werden Dichtungen aus Gummi produziert. Geführt wurden wir von einem Deutschen, wodurch die Kommunikation reibungslos ablief. Der Besuch war sehr interessant und hat mir einen Einblick in die Produktion verschaffen können. Außerdem habe ich viele Informationen über die Struktur des Unternehmens erhalten.
Calzados Évori ist ebenfalls eine Fabrik, hier konnte ich einen kurzen Einblick in die Produktion handgefertigter Schuhe erhalten.
Unser letzter Halt war Calzados Victoria. Auch hier ging es um Schuhe, jedoch war es diesmal keine Fabrik, sondern ihr Lager, von welchem die Ware versandt wird. Da mein eigenes Gebiet die Lagerhaltung ist, konnte ich die Prozesse gut nachverfolgen und verstehen. Ebenfalls habe ich andere Vorgehensweisen und Techniken gesehen, welche mir bereits aus der Schule bekannt waren, welche ich aber noch nicht im Einsatz erlebt habe. Diese wären RFID Sender in den Schuhen und ein automatisches Kleinteilelager, welches eine direkte Verbindung zu einem Put-to-light Kommissionierbereich hat.
Zweimal die Woche gab es auch Englischunterricht, an welchem ich teilhaben durfte. Diesen habe ich sehr genossen, da ich hier meine Sprachkenntnisse noch ein wenig erweitern konnte. Außerdem war ich froh, mit meinen bisherigen Kenntnissen und Fragen, welche meine Kollegen an mich hatten, den Unterricht aufzufrischen.

Freizeit und Kultur:
Es gibt viele Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Leben in Deutschland.
Da lange Mittagspausen und Mittagsschläfe in Spanien recht verbreitet sind, kommt es einem als Deutscher manchmal komisch vor, zu späten Stunden noch viele Kinder auf den Straßen zu sehen.
Allgemein schien das Abendleben nach hinten geschoben zu sein, man geht später nach draußen und bleibt länger weg.
Eine beliebte Aktivität für die Abende ist es, sich mit Freunden und Kollegen zu treffen und gemeinsam durch diverse Bars zu ziehen. Hierbei bleibt man meist aber nicht zu lange an einem Ort. Man bestellt sich ein Glas Wein oder Bier und dazu eine Tapa (ein kleiner Imbiss zum Getränk) und wenn man fertig ist, geht die Gruppe zur nächsten Bar. Auf dem Boden zwischen den Bars war auch eine merkwürdige Schlangenlinie zu finden. Diese stellt den „Elefanten-Weg“ dar. Er zeigt einen klassischen Weg von Bar zu Bar und mit jedem Mal wird die Linie gewundener. Dies stellt einen Betrunkenen dar, der mehr und mehr wie ein Elefant torkelt.
Doch wird nicht immer Alkohol getrunken, um Spaß zu haben, oft trifft man sich mit Freunden auch einfach in einem Kaffee oder Park. Allgemein sind die Spanier mehr außer Haus als die Deutschen.
Ich selbst hatte auch viel Spaß daran, mich einfach ein wenig in der Stadt umzusehen und sie zu erkunden.
Auch hatte ich das Glück, dass während meines Aufenthalts ein betrieblicher Ausflug stattfand. Wir sind an meinem letzten Samstag zusammen Golf spielen gegangen. Normalerweise wäre der jährliche Ausflug im Januar gewesen, aber dank glücklicher Umstände lag es dieses Mal im Oktober.
Zunächst haben wir uns gemeinsam in der Innenstadt getroffen und sind von dort aus in einem Reisebus zum Golfclub gefahren. Im Golfclub gab es zwei Aktivitäten für uns, zum einen eine Art Minigolf und zum anderen ein Weitschlagen. Auch wenn ich bei beiden nicht sonderlich gut war, hatte ich viel Spaß dank der angenehmen Gesellschaft.
Im Anschluss haben wir im Golfclub zu Mittag gegessen und haben uns nach einer Siegerehrung auf den Weg zurück in die Innenstadt gemacht. Einige gingen bereits nach Hause und andere, so auch ich, sind in eine Karaokebar gegangen und haben dort gefeiert. Auch beim Feiern waren meine Arbeitskollegen sehr offen und haben mich familiär behandelt. Meistens konnte ich nicht einmal für mich selbst bezahlen, da man mir alles ausgeben wollte.
Fazit:
Letztendlich habe ich den Aufenthalt in Spanien sehr genossen und bin froh, an diesem Projekt teilgenommen haben zu dürfen. Meiner Meinung nach hat es meiner persönlichen Entwicklung sehr gutgetan. Durch die Konfrontation mit dieser neuen Situation bin ich ein wenig offener geworden und nichtmehr so zurückhaltend. Meine Englischkenntnisse haben sich wohl nicht signifikant gesteigert, aber die Anwendung meiner Kenntnisse hat sich durch die Praxis definitiv gefestigt. Auch meine Selbstständigkeit ist durch den Aufenthalt größer geworden. Ich hatte zwar meine Mitbewohner, aber auch diese kannte ich vorher nur flüchtig von einem Abend in der Schule. Dementsprechend war ich in einem fremden Land, in einem mir bis dato unbekannten Betrieb und musste schauen, wie ich zurechtkomme.
Auch meine technischen Kenntnisse haben vom Aufenthalt profitiert. Bei der Arbeit mit Word und vor allem Excel habe ich ein paar neue Sachen hinzugelernt und da diese Programme sowie andere Office-Anwendungen sehr verbreitet sind, hilft mir das sicher in vielen Situationen weiter.
Doch auch wenn mir der Aufenthalt sehr gefallen hat, denke ich nicht, dass ich in der Zukunft nach Spanien ziehen möchte. Die Deutsche Lebensweise sagt mir doch mehr zu als die Spanische.
Negativ habe ich über den Aufenthalt nicht viel anzumerken, die meisten Dinge, die anfangs negativ erschienen, wie die Arbeitszeiten, waren okay, nachdem man sich an sie gewöhnt hat. Lediglich die Kommunikation stellte manchmal ein Problem dar, aber darauf war ich bereits vorher eingestellt.
Hendrick Wallesch, Erasmus+ – Praktikant im Oktober 2019

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Das Hansa Berufskolleg schaut hinter die Kulissen der Europäischen Kommission

Mit großer Freude erhielt das Hansa Berufskolleg kürzlich eine persönliche Einladung der Europäischen Kommission – gemeinsam mit Vertretern anderer europaaktiven Kommunen aus NRW reisten der Schulleiter Herr Günter Schmidt und die zuständige Studiendirektorin für Internationale Projekte, Frau Marion Kadoch, vom 26.-27. November 2019 nach Brüssel.

Nach einem herzlichen Empfang und Ausdruck der Wertschätzung für die hervorragenden Leistungen im Sinne der Europaarbeit in dem beeindruckten Berlaymontgebäude der Europäischen Kommission wurde ein breitgefächertes Bild der aktuellen EU-Politik vermittelt: Das Themenspektrum reichte vom Arbeitsprogramm der neuen Kommission mit Frau Von der Leyen an der Spitze, der Regionalpolitik in Deutschland bis über die zukünftigen Ausgabenplanungen der Europäischen Union.

Besonders interessant gestaltete sich ein Gespräch mit dem Referatsleiter Herrn Christian-Yves Krappitz, der zur Zeit selbst an den BREXIT-Verhandlungen mit Vertretern des Vereinigten Königreichs in Brüssel teilnimmt. Auf die Frage nach seiner Prognose, ob England weiterhin durch das Berufsförderungsprogramm ERASMUS+ finanziell unterstützt werde, schüttelte Herr Krappitz nur seinen Kopf; zur Zeit werden unsere Schüler daher ihre Auslandspraktika nicht bei den ‚Limeys‘ durchführen können, sondern eines unserer anderen sieben attraktiven Partnerländer wählen.

Mit Spannung bleibt abzuwarten, wie sich das Vereinigte Königreich am 12.12.2019 entscheiden wird:

EUROPE ‚YES‘ or ‚NO‘?

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Belgische Praktikanten in Deutschland

Auch in diesem Jahr schickte das Hansa Berufskolleg Unna im Rahmen des Erasmus+ Programmes acht junge Auszubildende für ein Auslandspraktikum ins belgische Eupen. Neben altbewährten Praktikumsbetrieben wie beispielsweise dem Computermarkt, in dem jedes Jahr ein IT-Systemkaufmann sein Praktikum absolvieren kann, gab es auch neue Betriebe, da sich erstmals zwei Zahnmedizinische Fachangestellte und zwei Auszubildende Kaufleute des Großhandels für ein Praktikum in Belgien entschieden. Eine weitere Neuerung bestand in diesem Jahr ebenfalls in der Ausdehnung des Praktikums auf vier Wochen.
Zehn Tage nachdem die deutschen Auszubildenden aus Eupen wieder zurück kamen, schickte das ZAWM (Zentrum für Aus- und Weiterbildung des Mittelstandes) in Eupen drei junge Friseurinnen, die ihr Praktikum im Kreis Unna absolvieren sollten. Auch im Kreis Unna sind die drei jungen Frauen in Betrieben untergebracht, mit denen wir schon lange zusammen arbeiten: Zwei Friseurinnen absolvieren ihr Praktikum in Schwerte, eine in Fröndenberg. Alle drei jungen Damen machen im Mai ihre Abschlussprüfung und absolvieren ihr Praktikum in Deutschland um die Bidiplomierung zu erhalten.

Nach der Hälfte des Praktikums berichteten die Praktikantinnen Herrn Schmidt, Schulleiter des Hansa Berufskollegs und Frau Süßer, für das Land Belgien verantwortliche Lehrerin am Hansa Berufskolleg, über ihre neu gewonnenen Erfahrungen. Sabrina lernt in ihrem Salon viel Neues im Bereich Kosmetik, die 19 jährige Ronja berichtete, dass in Belgien nur auf Termin gearbeitet wird, wogegen in Deutschland nur der Chef ihres Praktikumsbetriebes mit Terminen arbeitet. Das Praktikum in Unna ist für die Belgierinnen besonders interessant, weil es keine sprachlichen Barrieren gibt: Die drei angehenden Friseurinnen kommen aus der deutschsprachigen Gemeinschaft. Dennoch haben sie die Erfahrung gemacht, dass es auch innerhalb der Sprache Unterschiede gibt. So bestellten sie beispielsweise „Fritten“ anstatt wie hier üblich „Pommes“.

Von belgischer Seite werden die Praktikantinnen von Laetitia Cornely, Schulsozialarbeiterin am ZAWM und Caroline Gerckens, Abteilungsleiterin der Lehrlingsausbildung betreut, die sich einen Tag Zeit nahmen, um die Praktikantinnen im Kreis Unna zu besuchen. Nach einem kurzen Empfang am Hansa Berufskolleg durch Herrn Schmidt und Frau Kadoch, zuständige Studiendirektorin für internationale Projekte bevor es in die Betriebe im Kreis Unna ging.
Interessenten, die ebenfalls in 2020 ein von der Europäischen Union gefördertes Praktikum im Ausland absolvieren möchten, sind herzlich zur Informationsveranstaltung am 4. Dezember um 16 Uhr am Hansa Berufskolleg eingeladen.

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ERASMUS + PROJEKT rockt Norditalien

Das Erasmus+ Projekt am Hansa Berufskolleg Unna ist in diesem Jahr wieder erfolgreich gestartet. Insgesamt haben über 50 Auszubildende ihren Lernort verlagert und sind in die sechs Partnerländer des Berufskollegs gereist.
Ein Highlight in diesem Jahr war die Ausweitung der Partnerstädte in Italien um Mailand und Verona.
14 Auszubildende, davon mehr als die Hälfte Azubis der Spedition, kamen vier Wochen in namenhaften international agierenden Speditionen unter. Gesprochen wurde nur auf Englisch – auch wenn die Umstellung sehr schwer fiel.
Der Mutterkonzern DHL Freight in Mailand, mit Sitz in Pozzuolo Martesana, nahm insgesamt vier Auszubildende der deutschen DHL Freight Menden auf. Zwei angehende Spediteure wurden in der Niederlassung in Verona eingesetzt.
Vier weitere Spediteure durften in Bologna in unterschiedlichen internationalen Speditionen ihr schulisches Wissen bezgl. See- und Luftfrachtabrechnung unter Beweis stellen. Es wurden wichtige abschlussprüfungsrelevante Arbeiten erledigt und die Auszubildenden konnten vor Ort einen Eindruck gewinnen, wie die im schulischen Kontext erlernten Dokumente tatsächlich genutzt werden.
Für die angehenden Spediteure war dies nicht nur eine arbeitsintensive Zeit. In ihrer Freizeit hatten sie die Möglichkeit, die als UNESCO-Weltkulturerbe deklarierten Städte zu besichtigen, das italienische Essen in seiner Vielfalt auszuprobieren, in das „dolce far niente“ am Wochenende einzutauchen und die Gepflogenheiten des Landes kennenzulernen.
Sie alle haben wertvolle Erfahrungen sammeln dürfen, die dem Ausbildungsunternehmen zugutekommen dürfte. Viele Unternehmen stellen ihre Auszubildenden für diese erfahrungsreiche Zeit frei, weil sie der Meinung sind, dass diese mit einer veränderten Sicht – und Arbeitseinstellung an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.
Auch die Partnerstadt Pisa kooperierte zum 16ten Mal mit dem Hansa Berufskolleg Unna. Vier Kauffrauen für Büromanagement und zwei Fachkräfte für Logistik wechselten ihre Ausbildungsstätte gegen Hotels in Pisa. Sechs Vier Sterne Hotels nahmen die Auszubildenden auf und führten sie in die hoteleigenen betriebswirtschaftlichen Abläufe, wie z.B. das Booking-System oder das hoteleigene Belegungssystem, ein. Sprachenaffine Auszubildende konnten tagtäglich ihre Fremdsprachenkenntnisse ausweiten und vertiefen. Einige konnten sich sogar nach vier Wochen auf Italienisch verständigen.
Organisiert wird das Erasmus+ Projekt vom Europa-Team des Hansa Berufskollegs Unna. Für das Land Italien – Organisation, Durchführung und Betreuung – ist Frau Lucia Tozzi zuständig.

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Καλωσορίσατε στην Ελλάδα! (… oder ‚Willkommen in Griechenland‘)

Das Hansa Berufskolleg Unna wird 2020 erstmals gemeinsam mit den Berufskollegs aus Hamm und Witten ERASMUS-Teilnehmer nach Athen entsenden

Zusammen mit dem Friedrich-List-Berufskolleg Hamm und dem Berufskolleg Witten des Ennepe-Ruhr-Kreises möchten wir unser Europaportfolio an Partnerländern zielgerichtet erweitern: Griechenland bietet mit seiner Metropole Athen ein vielfältiges Angebot an englischsprachigen Gastbetrieben im Bereich des Groß- und Außenhandels, des Tourismus und der Industrie.

Mit Neugierde reisten Frau Dr. Stiepelmann, Schulleiterin des Friedrich-List Berufskollegs Hamm gemeinsam mit den Europakoordinatoren Herrn Sillitto (Hamm), Herrn Berndt (Witten) und Frau Kadoch (Unna) vom 12.-15. November 2019 nach Athen.

Das Netzwerk dieser drei europaerfahrenen Berufskollegs möchte Synergieeffekte nutzen – zum ersten Mal werden ausgewählte Schüler dieser Schulen im Herbst 2020 gemeinsam die Möglichkeit haben, kaufmännische Praktika in Athen zu absolvieren.
Die Betreuung der Teilnehmer vor Ort wird abwechselnd von jeweils einer der Schulen organisiert. Der Aufenthalt wird durch das europäische Förderprogramm ERASMUS+ finanziert. Es ist zudem ein Griechisch-Sprachkurs geplant, um die wichtigsten Umgangsformulierungen zu erlernen.

Der Besuch zielte darauf, in Kooperation mit der dortigen Partneragentur HostEd einen Einblick von möglichen Gastbetrieben, betriebliche Aufgabenstellungen und Unterkünften zu bekommen. Besichtigt wurde z.B. das junge Unternehmen ‚Walking Tours Athens‘, das sich mit seinem engagierten Mitarbeiterteam schon jetzt auf die Zusammenarbeit mit unseren Schülern freut. Die Praktikanten werden Touristen aus aller Welt in Athen betreuen und die Social Media Aktivitäten von ‚Walking Tours‘ unterstützen.
Alle vier Schulvertreter wurden am letzten Abend von den Managern von HostEd, Lena Mutschler und Christoforos Diakoulakis mit einem herzlichen „σε ξαναδώ με φίλους“ (‚Auf Wiedersehen bei Freunden‘) verabschiedet. Wir sind sehr zuversichtlich, ein weiteres vielversprechendes Angebot für unsere Schüler erhalten zu haben.

Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Partnerschaft!

Die ERASMUS+ Informationsveranstaltung 2020 wird am Mittwoch, 04.12.2019, 16.00 Uhr, R. 220 stattfinden.

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Wichtig: Informationsveranstaltung ERASMUS+ 2020

Was ist das ERASMUS+ Programm?
Es handelt sich um ein Berufsbildungsprogramm der Europäischen Union, das Auslandspraktika finanziell fördert (siehe: www.hansa-berufskolleg-unna.de). 2020 bieten wir für unsere Auszubildenden vierwöchige kaufmännische Praktika in SCHWEDEN (Ängelholm), ITALIEN (Mailand, Verona, Pisa, Bologna), BELGIEN (Eupen), POLEN (Nowy Sacz), SPANIEN (Logroño, Sevilla), IRLAND (Dublin, Cork) oder der TÜRKEI (Manavgat, Izmir) z.B. in Industrieunternehmen, Speditionen, Hotels und Stadtverwaltungen an.

Der Nutzen für die Auszubildenden:
Das Praktikum garantiert den Erhalt wichtiger fachlicher Zusatzqualifikationen, so z.B.:
 berufsbezogener Fremdsprachenerwerb.
 Erfahrungen in einem ausländischen Betrieb, Einblicke in die Kultur des Gastlandes.
 Selbstständigkeit und Selbstvertrauen.
 Zertifizierung des Aufenthalts durch den EUROPASS und ggf. SPRACHPRÜFUNG.

Der Nutzen für die Ausbildungsbetriebe:
Erhalten Sie das offizielle “Erasmus+ Partnerlabel – Engagiert für Europa!“ der EU in digitaler Form für Ihre Homepage und werben damit interessierte Auszubildende!
Die Teilnahme zielt auf die Ausbildung international qualifizierter Mitarbeiter, die…
 über ein sprachlich gewandtes Auftreten verfügen.
 das Unternehmen kompetent im Ausland präsentieren.
 professionell mit internationalen Geschäftspartnern agieren.

Durchführung:
Zeitraum: 4 Wochen vom 02. Oktober – 30. Oktober 2020
Förderung durch EU-Mittel: ca. 900,00 – 1.100,00 € abhängig vom Zielland
Eigenanteil: 450,00 € für alle Zielländer inkl. Vermittlung, Fahrtkosten, Unterbringung, Halbpension, Betreuung vor Ort.
ACHTUNG: Informationsveranstaltung und unverbindliche
Anmeldung für 2020 am Mittwoch, 04.12.2019, 16.00 Uhr, R. 220!

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ERASMUS+ auf eigene Faust – Mein Auslandspraktikum in Madrid

Mein Name ist Melwin Korth – zurzeit befinde ich mich im zweiten Ausbildungsjahr zum Speditionskaufmann bei dem Medizintechnikproduzenten SCHMITZ u. Söhne GmbH & Co.KG in Wickede. Ich bin der erste Auszubildende dieses Unternehmens, der ein vierwöchiges Auslandspraktikum in der spanischen Niederlassung in der Nähe von Madrids durchführen darf. Die Finanzierung meines Aufenthalts verlief über das europäische Berufsförderungsprogramm ERASMUS+ – das Hansa Berufskolleg Unna mit meiner Ansprechperson Frau Kadoch hat die Mittel für mich beantragt.
Vorweg kann ich schon einmal sagen: Alle Seiten profitieren sehr von diesem Praktikum!
Angekommen bin ich am Freitag, den 04. Oktober 2019 und wurde direkt am Flughafen Madrid herzlich von meinem Arbeitskollegen Roque begrüßt. Er fuhr mich gleich zu unserer spanischen Tochtergesellschaft, um mich bei meinen neuen Kollegen vorzustellen. Diese Begrüßung verlief kurz, aber ich wusste schon einmal, an wen ich mich wenden kann, falls ich am Wochenende Fragen oder Probleme habe.
Danach ging es dann zu Hotel, welches nur 2 Min zu Fuß entfernt lag – jetzt hieß es: Schnell einrichten und dann ab in den nächsten Supermarkt, um mich mit dem Nötigsten einzudecken und um entspannt ins Wochenende gehen zu können.
Mein erstes Ziel war natürlich die Erkundung der wunderschönen Stadtmitte von Madrid. Am ersten Tag genoss ich es sehr, in die Rolle des typisch deutschen Touristen zu schlüpfen: Ich schoss überall Fotos der Wahrzeichen, wie z.B. der Gran Via und dem Plaza Mayor. Wie der Zufall es wollte, konnte ich mir sogar ein Spiel von Real Madrid im Santiago Bernabeo anschauen. So verlebte ich einen sehr schönen zweiten Tag in einem Land, das noch viel mehr zu bieten hat.
Am Montag begann mein spannender, erster Arbeitstag in der spanischen Tochtergesellschaft und ich schaute meinen Kollegen erst einmal über die Schulter, um mich an deren Arbeitsweise zu gewöhnen und einen ersten Überblick zu erhalten. Ab dem nächsten Tag konnte ich dann schon sehr gut unterstützen, da wir die gleichen IT-Programme benutzen und ich einige Dinge wusste, die meine Kollegen noch nicht kannten und natürlich auch anders herum. So erhielt ich für meinen heimischen Arbeitsalltag viele wertvolle Einblicke. Die Woche ging superschnell vorbei und ich hatte das Gefühl, zahlreiche neue berufliche Erkenntnisse in der Zusammenarbeit mit unserer Niederlassung in Spanien erlangt zu haben.
Am nächsten Wochenende wurde der spanische Nationalfeiertag mit einer großen Parade in Madrid gefeiert: Dies wollte ich mir natürlich entgehen lassen und bin wieder in das Stadtzentrum gefahren. Hier musste ich leider erkennen, dass ich hätte viel früher aufstehen müssen, um einen guten Platz zu bekommen. Dennoch entschloss ich mich, mir den Tag nicht vermiesen zulassen und habe mir den Königspalast, Palacio Real, angeschaut. Der schöne Garten und das traumhafte Gebäude sind die Reise nach Madrid fast schon wert.

Dann begann die zweite Woche, in der auf mich einige Überraschungen warten sollten: Am Dienstag wurde mir gesagt, dass ich am nächsten Tag in das fast 350 km entfernt liegende Saragossa fahren solle, um dort einen unserer OP-Tische aufzubauen und am Donnerstag live im OP-Saal zu sehen. Gesagt, getan: Am Mittwoch lud ich den OP-Tisch ins Auto und fuhr 4 Std. über das gut ausgebaute spanische Straßennetz nach Saragossa. Dort angekommen stand ich das erste Mal in einem OP-Saal und erklärte den Ärzten vor Ort die Funktionsweise unseres medizinischen Tisches. Keine 30 Min später durfte ich tatsächlich an einer Wirbeloperation als Zuschauer teilnehmen und die Nutzung unseres Produkts in der Praxis beobachten.
Dies war eine einmalige Erfahrung, die in Deutschland wohl nie gemacht hätte.

Abschließend möchte ich sagen, dass dieser Auslandsaufenthalt eine der schönsten Erfahrungen in meinem Leben ist, die ich Jedem wirklich nur empfehlen kann. Dabei kann die Organisation des ausländischen Gastunternehmens entweder über den eigenen Ausbildungsbetrieb oder über das Hansa Berufskolleg Unna erfolgen.
Nur Mut, nutzt die Chance!!

Muchos saludos
Melwin

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Speed – Dating mal anders!

Während am Freitag, dem 10.05.19 die meisten Schüler des Hansa Berufskollegs in der Schule saßen, machten sich neun Schüler aus dem Jahrgang der D17 auf den Weg nach Hamm zum Speed – Dating zur Europawahl.

 Die Veranstaltung fand am Beisenkamp Gymnasium in Hamm statt und wurde durch die Bürgerinitiative „Pulse of Europe“ organisiert.

Unter dem Motto „Was immer du wählst, wähl Europa“ kamen 80 Schüler aus vier Europaschulen zusammen, um in kleinen Arbeitsgruppen mit fünf Politikern über verschiede europäische Themen zu diskutieren.

 

Wir Schüler wurden mittels Namenskarten auf fünf Tische aufgeteilt, sodass an jedem Tisch mindestens ein Schüler von jeder Schule saß. Jedem Tisch war ein Diskussionsthema zugeordnet, wie beispielsweise Lobbyismus oder Migration. Nachdem wir uns in den Gruppen zusammengefunden hatten, konnten wir uns 5 Minuten austauschen bevor die Veranstaltung begann.

 

Zuerst stellte sich die Bürgerinitiative „Pulse of Europe“ vor.

Nun hatten wir Zeit uns zu unserem Thema in den Gruppen Fragen zu überlegen. Danach kamen die fünf Vertreter der Parteien an die Reihe und stellten sich selbst kurz vor. Vertreten waren die Grünen, die FDP, die CDU, die Partei Volt und die SPD.

 

Dann wurde mit dem Klingeln das Signal zum Start des Speed – Dating gegeben. 12 Minuten lang, kam je ein Politiker an den Tisch und versuchte uns soviel Fragen wie möglich in den paar Minuten zu beantworten.

An unserem Tisch startet wir zum Beispiel immer mit einer Frage zur Begrüßung des neuen Kandidaten, diese lautete: „Wieso haben sie sich entschieden hier heute mitzumachen?“ So konnten wir die Stimmung auflockern und uns entspannt unterhalten.

 Obwohl wir ein Thema vorgegeben hatten, konnten wir es uns trotzdem nicht nehmen lassen, ein paar Fragen zu stellen die uns persönlich sehr interessierten. Auch diese Fragen wurden höflich beantwortet. 12 Minuten erschienen uns am Anfang viel zu lange, aber als man dort saß ging die Zeit viel schneller um als erwartet. Zum Abschluss durften wir die einzelnen Politiker und Ihre Aussagen bewerten.

 Als Fazit kann man sagen, dass es ein wirklich interessanter Tag war und uns nun bewusst ist, dass Europawahlen genauso wichtig wie die anderen Wahlen sind.

 

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Leben und arbeiten in Irland

Seit 2012 bietet das Hansa Berufskolleg im Rahmen der Ausbildung zum Industriekaufmann / zur Industriekauffrau EU. Neben dem bilingualen Unterricht steht ein dreimonatiges Praktikum bei einer Firma im Ausland im Mittelpunkt der Qualifikation.
Die 15 angehenden Industriekaufleute haben ihre Auslandsphase in Cork in Irland verbracht und im Rahmen der Abschlussveranstaltung von ihren zahlreichen Erlebnissen berichtet. Dabei ging es nicht nur um kulturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der irischen Arbeitswelt, sondern auch um Pubs, Guinness und die Sehenswürdigkeiten der grünen Insel. Da die Präsentationen in der englischen Sprache gehalten wurden, konnten die Schülerinnen und Schüler den anwesenden Ausbildern sowie den Teilnehmern des nächsten Jahres nicht nur ihren Lernfortschritt zeigen, sondern auch die Begeisterung für das Land, die englische Sprache und den interkulturellen Austausch auf die Zuschauer übertragen.
Im nächsten Ausbildungsjahr werden die Teilnehmer die Prüfung zum „geprüften Fremdsprachenkorrespondenten Englisch“ bei der IHK in Dortmund ablegen. Sie erlangen somit doppelqualifiziert zwei Abschlüsse in anerkannten Ausbildungsberufen.

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Die Europaarbeit am Hansa Berufskolleg steht nicht still

Gerade mal drei Tage nachdem das Hansa Berufskolleg als einzige Schule im Regierungsbezirk Arnsberg das Zertifikat für Internationale Mobilität erhalten hat, empfing Frau Süßer stellvertretend für das Berufskolleg im Rahmen des Erasmus+ Projektes zwei junge Friseurinnen aus dem belgischen Eupen.
Kaum in Unna angekommen, ging es direkt am nächsten Tag in die Betriebe in Schwerte, in denen sie ein 14-tägiges Praktikum absolvieren sollen. „Man hat mich direkt ins kalte Wasser geschmissen“, erzählt Sarah über ihren ersten Praktikumstag. In ihrem Praktikumsbetrieb fühlt sich die 22-Jährige sehr wohl, weil alle sehr sympathisch sind. Kyrina durfte am ersten Praktikumstag noch nicht so viel machen, fühlt sich in ihrem Betrieb jedoch auch sehr wohl. Schnell konnten die beiden jungen Frauen auch Unterschiede feststellen: so sind die Arbeitszeiten in Belgien und Deutschland doch sehr unterschiedlich.
In der ersten Woche des Aufenthaltes wurden die belgischen Praktikantinnen ebenfalls von Herrn Schmidt, Schulleiter des Hansa Berufskollegs begrüßt. Er interessierte sich besonders für die Frage, warum sich die Auszubildenden für ein Praktikum in Deutschland entschieden haben. Ein Vorteil eines Praktikums in Deutschland liegt für die beiden jungen Frauen darin, dass es keine Sprachbarrieren gibt, da sie aus der deutschsprachigen Gemeinschaft kommen. Zudem bekommen sie neben dem belgischen Diplom auch ein deutsches Diplom, welches sie befähigt auch nach der Ausbildung sofort in Deutschland zu arbeiten. In Belgien ist es nämlich sehr schwierig, eine Vollzeitstelle zu finden.
Einig sind sich die beiden Friseurinnen, dass ihr Praktikum spannend ist. Sie waren noch nie so lange von zu Hause weg.