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Ist der echt?

Ist der 200€ Schein echt oder ist es eine Fälschung? Diese Frage ist eigentlich ganz einfach zu beantworten, wenn man die Sicherheitsmerkmale von Banknoten kennt. Trotzdem entsteht dem Einzelhandel Jahr für Jahr ein riesiger Schaden durch Falschgeld. Daher fand auch in diesem Jahr ein Falschgeldseminar für die Unterstufenschüler des Einzelhandels statt.
Referenten der deutschen Bundesbank erläuterten den Schülerinnen und Schülern, wie sie Falschgeld schnell, sicher und ohne technische Hilfsmittel identifizieren können. Zudem wurden die Lernenden für verdächtige Situationen sensibilisiert. Auch Handlungsempfehlungen für den Ernstfall waren Gegenstand der Veranstaltung.
Nach 90 Minuten pro Klasse waren die Teilnehmer sicher: Uns wird kein falscher Fünfziger mehr untergejubelt.

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Moin aus Hamburg

Vom 5.-7. Juni 2018 waren alle Groß- und Außenhandelsklassen des Jahrgangs 2016 zusammen in der Hansestadt Hamburg. Am ersten Tag haben wir die neu erbaute Elbphilharmonie besichtigt. Nach einer länger als zwei Minuten dauernden Rolltreppenfahrt erreicht man dort die Aussichtsplattform, die sich einmal um das Gebäude erstreckt und ein Rundum-Panorama über den alten Hamburger Hafen mit den Landungsbrücken an der Elbe erlaubt.

Es folgte ein gemeinschaftliches Abendessen im nahegelegenen Restaurant „Heimathafen“.

Der nächste Tag begann mit einer interessant gestalteten Stadtführung durch die Innenstadt, vorbei am Rathaus, dem Weltkulturerbe „Speicherstadt“ und der Reeperbahn. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es mit einem Bus in Richtung Containerhafen. Dort lernten wir mit Containerbrücken, Van-Carriern und Induktionsfahrzeugen unterschiedliche, teils vollautomatisierte Gerätschaften zur Be- und Entladung von Schiffen kennen. Die Abläufe konnten wir aus nächster Nähe beobachten und so theoretische Inhalte unseres Kurses „Außenhandelsprozesse“ in der Praxis wiederfinden. Zwischen den beiden Terminals Altenwerder und Burchardkai war Zeit für eine kurze Pause im Seemannsclub „Duckdalben“, einer sozialen Einrichtung speziell für Seemänner. Hier können diese aus der Ferne ihre Familie kontaktieren, sich entspannen, Gesellschaftsspiele spielen, essen und trinken. Auch ein Gebetsraum, in dem alle Religionen vertreten sind, ist dort zu finden. Den Abend ließen wir dann wieder gemeinsam ausklingen.

Jessica Schröter (Sonepar) und Kim Brechtenkamp (KiK), GH16A

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Das Hansa hat wieder Besuch aus Fernost

9 Schülerinnen und Schüler sowie 5 Lehrer der Shanghai Economic Managment School sind bereits seit Sonntag, 13. Mai 2018 wieder zu Gast in Unna. Heute stand ein halbtägiges Job-Shadowing auf dem Programm, u.a. bei den Firmen Fleischhacker, Hesse, Rhenus und Kik. Hinter dem Begriff versteckt sich das Wort „Beschatten“ und so kam es, dass die chinesischen Schüler die deutschen Auszubildenden in ihrem Arbeitsalltag im Großhandel begleitet und als „Shadow“ beobachtet haben. Nach einem aufregenden Vormittag ging es zurück zum Hansa Berufskolleg, wo der Landrat Herr Makiolla die chinesischen Gäste im Kreis Unna willkommen hieß. Im Anschluss folgten die Berichte der Schülergruppen über die Erlebnisse im Rahmen des Job-Shadowing und auch die deutsch-chinesische Projektarbeit musste noch fortgeführt werden. Morgen steht dann ein Besuch der Logistikdrehscheibe Duisburg mit einer Hafenführung an. Eines steht jetzt schon fest: Langeweile wird bei dem vielfältigen Programm bei keinem der chinesischen und deutschen Schüler aufkommen.

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Zertifizierung der neuen Asienkaufleute des Hansa Berufskollegs Unna

IHK, Kreis Unna und Hansa Berufskolleg übergeben zum zweiten Mal Zertifikate an Asienkaufleute

Die außenwirtschaftlichen Aktivitäten der Unternehmen in der Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund werden immer stärker. Von großem Interesse ist dabei der asiatische Markt – vor allem China, das auch 2017 der wichtigste Handelspartner Deutschlands war. Die Unternehmen vor Ort benötigen deshalb besonders im Bereich der dualen Berufsausbildung besonders qualifizierte Mitarbeiter, um ihre Exportaktivitäten weiter auszubauen. Aus diesem Grund bietet das Hansa Berufskolleg Unna in Kooperation mit der IHK zu Dortmund die Zusatzqualifizierung „Asienkaufmann/-frau“ an, die durch einen elftägigen Aufenthalt in Shanghai abgerundet wird.
Im Februar 2018 legten zehn Asienkaufleute ihre Prüfung ab – sie hatten ihre umfangreichen Kenntnisse in den drei Prüfungsbereichen Außenhandel, Chinesische Landeskunde und Sprache sowie Wirtschaftsenglisch erfolgreich unter Beweis gestellt. Heute wurden die Zertifikate für den erfolgreichen Abschluss der Qualifikation feierlich unter dem Applaus ihrer Ausbilder in der IHK überreicht.

Die Auszubildenden des Groß- und Außenhandels und der Industrie nahmen die Urkunden aus den Händen von Herrn Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer und Leiter des Bereichs Internationales entgegen.

Die zahlreichen beteiligten Ausbildungsunternehmen profitieren erheblich von dieser Zusatzqualifizierung ihrer jungen Mitarbeiter. Frau Susanne Maletz sieht in ihrer Funktion als Leiterin der Aus- und Fortbildung bei dem Unternehmen Kik Textilien und Non-Food GmbH den Mehrwert vor allem im kompetenten Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern. Ihre Auszubildende Frau Lara Stratmann kann dies bezeugen: „Durch den intensiven Kontakt mit den chinesischen Schülern und dem einjährigen Chinesischkurs fühle ich mich viel sicherer, wenn ich mit unseren chinesischen Zulieferern per Mail oder telefonisch in Kontakt trete. Diese sind immer völlig erstaunt, wenn ich mich auf Chinesisch vorstelle. Auch die fachlichen Inhalte des Außenhandelskurses kann ich tagtäglich anwenden, so z.B. bei der Berechnung von Luftfrachtsendungen!“

„China ist für die auslandsaktiven Unternehmen in unserer Region ein wichtiger Partner. Im Kreis Unna und den Städten Dortmund und Hamm gibt es rund zweihundert Unternehmen, die ihre Produkte nach China liefern. Jedes sechste exportorientierte Unternehmen plant neue Investitionen im Reich der Mitte. Vor diesem Hintergrund ist diese besondere Zusatzqualifikation ein großer Pluspunkt für die Betriebe. Hervorragend ausgebildete und qualifizierte Mitarbeiter steigern die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen weltweit“, sagte Herr Ehrich.

Denn auch in China gibt es das bekannte Sprichwort:

„Aller Anfang ist schwer.“
万事开头难。- Wànshì kāitóu nán.

Weitere Statements zur Übergabe der Zertifikate:
Herr Rodolf Mertens, stellvertretender Schulleiter Hansa Berufskolleg Unna:
„Beruflicher Erfolg ist nicht allein eine Frage der betriebswirtschaftlichen oder technischen Fachkompetenz, sondern immer auch der interkulturellen Kompetenz. Dazu wollen wir als Schule einen Beitrag leisten. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern arbeiten wir daran, unseren Schülerinnen und Schülern die Zusatzqualifikation Asienkaufmann/-frau zu vermitteln. Grundstein hierfür ist die von der Mercator-Stiftung und dem Pädagogischen Austauschdienst geförderte Schulpartnerschaft mit der Shanghai Economic Management School (SEMS). Diese Unterstützung macht deutsch-chinesische Begegnungen für Schüler wie Lehrer unmittelbar erlebbar und ermöglicht Freundschaften zwischen den Kulturen. Besonders prägend ist hierfür der Aufenthalt in Gastfamilien. Die beiderseitig erlebte große Gastfreundschaft verhilft hierbei schnell und unkompliziert dazu, Berührungsängste mit einer zunächst fremden Kultur abzubauen.
Chinesische Partner unserer Ausbildungsbetriebe gewähren uns Einblicke in ihre Geschäftsprozesse. Damit bereichern sie theoretischen Ausbildungsinhalte wie z.B. die Außenhandelskalkulation oder das internationalen Marketing um wertvolle Fallbeispiele aus der Praxis des deutsch-chinesischen Handels. Unsere Auszubildenden erhalten vor Ort aus erster Hand Informationen und Eindrücke über die Arbeits- und Geschäftswelt in China. Erste eigene Erfahrungen mit dem asiatischen Kulturkreis qualifizieren die Auszubildenden für eine spätere Tätigkeit im deutsch-chinesischen Handel und machen sie damit für zukünftige Arbeitgeber besonders wertvoll. So dient die erworbene Zusatzqualifikation „Asienkaufmann/-frau“ dazu, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler auf dem Arbeitsmarkt zu stärken.“

Projektteam Frau Marion Kadoch und Herr Thomas Holzhausen, Studiendirektoren Hansa Berufskolleg Unna:
„Wir sind sehr stolz auf unsere Absolventen, die zusätzlich zu ihrer regulären Ausbildung die Mühen des abendlichen Chinesisch- und Außenhandelskurses auf sich genommen haben. Sie haben unsere chinesischen Schüler und Lehrer in Unna mit offenen Armen empfangen und ihre neuerworbenen Chinesischkenntnisse mit dem Bestehen der HSK 1 (Hànyǔ Shuǐpíng Kǎoshì) – Prüfung vor dem Konfuziusinstitut in Duisburg beeindruckend belegt. Mit dem Erwerb der Zusatzqualifikation Asienkaufleute konnten die Auszubildenden ihre Qualifizierung für das Asiengeschäft am Hansa Berufskolleg Unna unter Beweis stellen.“

Frau Ling Liu-Weikl, Exportabteilung der Fleischhacker GmbH & Co KG und Mitglied im Prüfungsausschuss für Asienkaufleute:
„Dieses Projekt sorgt für ein intensives Verständnis zwischen den Handelspartnern Deutschland und China – die Teilnehmer konnten unsere chinesischen Zuliefererbetriebe in Shanghai besuchen und wissen nun, wie die Produkte, mit denen sie tagtäglich handeln, wirklich hergestellt werden.“

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Man spricht chinesisch am Hansa Berufskolleg

Die Kooperation zwischen dem Konfuzius-Institut Metropole Ruhr und dem Hansa Berufskolleg Unna besteht bereits seit Anfang 2016. Nun wurden erneut 12 Auszubildende des Groß- und Außenhandels unserer Schule für ihre erfolgreiche Teilnahme an der chinesischen Sprachprüfung ausgezeichnet und sind damit ihrem Ziel, dem Abschluss zum IHK-geprüften Asienkaufmann, einen weiteren Schritt nähergekommen.

Der klassische Sprachtest für das Hochchinesische ist der staatliche chinesische 汉语水平考试 Hànyǔ Shuǐpíng Kǎoshì, kurz HSK genannt, der weltweit regelmäßig abgehalten wird. Er ist eine wichtige Prüfung, um das Chinesisch-Niveau nachzuweisen, und auch ein bedeutendes Zeugnis, um in China zu studieren und zu arbeiten. Da sich das Hochchinesisch zu einer der wichtigsten Handelssprachen Asiens entwickelt hat, stellt das ausgehändigte Zertifikat für unsere Auszubildenden des Groß- und Außenhandels einen wichtigen Pluspunkt in der Bewerbungsmappe dar. Durch den zweimal monatlich stattfindenden Unterricht durch Frau Yu haben sich die Auszubildenden für den Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern interkulturell und sprachlich vorbereitet. Sie haben gezeigt, dass Chinesisch erlernbar und eine spannende Angelegenheit ist. In kaum einem Land der Welt werden selbst einfache Sprachkenntnisse so begeistert aufgenommen wie in China.

Die Teilnehmer konnten ihre neu erworbenen Fremdsprachenkenntnisse bei der Aufnahme chinesischer Gastschüler sowie bei ihrem eigenen Aufenthalt in Shanghai im Sommer 2017 selbst ausprobieren.

Doch die Mühen haben sich gelohnt, denn …

Wer eine Fremdsprache lernt, zieht den Hut vor einer anderen Nation.

(Martin Kessel)

Auch wenn natürlich gilt:

„Aller Anfang ist schwer!“

万事开头难。„Wànshì kāitóu nán

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Congratulations! Auszubildende des Großhandels und der Industrie bestehen mit großem Erfolg die KMK-Zertifikatsprüfung in Englisch

In einer feierlichen Runde wurden die Zertifikate in Anwesenheit der zuständigen Studiendirektorin Frau Marion Kadoch an die erfolgreichen Auszubildenden des Großhandels und der Industrie im Januar 2018 überreicht.

Frau Kadoch betonte in einer kurzen Ansprache die Bedeutung dieser für die Teilnehmer kostenlosen Zusatzprüfung: „Das Fremdsprachenzertifikat der Kultusministerkonferenz der Länder geht in seiner Bedeutung weit über ein einfaches Zeugnis mit einer Fremdsprachennote hinaus. Es gibt detailliert Auskunft über das Leistungsvermögen der Prüflinge in der Anwendung berufsbezogener Englischkenntnisse und ist aufgrund der standardisierten Anforderungen europaweit vergleichbar! Jedem Personalverantwortlichen, dem dieses Zertifikat vorgelegt wird, weiß: Hier wurde freiwillig eine zusätzliche Leistung erbracht, die einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil auf dem globalen Arbeitsmarkt und einen großen Pluspunkt in der Bewerbungsmappe darstellt.“

Die Kandidaten durften in einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung beweisen, dass sie typische berufliche Situationen z. B. im täglichen Umgang mit Kunden oder Zulieferern in englischer Sprache meistern und in der Lage sind, kompetent als Mediator agieren können.

Bei der Übergabe der Zertifikate lobte Frau Kadoch nicht nur den hohen Lerneinsatz, die Motivation und den Erfolg der Schülerinnen und Schüler, sondern dankte auch allen beteiligten Englischkolleginnen und –kollegen für ihren Einsatz. Sie hatten sich weit über das normale Maß hinaus engagiert und nicht zuletzt durch ihren Einsatz bei der zeitaufwendigen Prüfung zum Erfolg beigetragen.

In ihren Dank schloss sie auch die heimischen Ausbildungsbetriebe ein, die ihre Auszubildenden unterstützen und für die Prüfung freigestellt haben.

Voller Stolz nahmen insgesamt 26 Auszubildende ihre Fremdsprachenzertifikate entgegen. Die Mehrheit der Teilnehmer hatte die Prüfung mit Bravour bestanden.

Als Zertifikatsinhaber verbessern sie erheblich ihre beruflichen Chancen und empfehlen sich innerbetrieblich für auslandsbezogene Aufgaben.

Ein weiterer Vorteil des Zertifikats liegt in der Anerkennung durch zahlreiche Fachhochschulen und Universitäten – so ersparen sich die Teilnehmer die Belegung weiterer Englischkurse, die ohne KMK-Zertifikat an vielen akademischen Bildungseinrichtungen verlangt werden.

Das KMK-Zertifikat wurde speziell für einzelne Berufe entwickelt und genießt europaweit Anerkennung, denn es orientiert sich an einem vom Europarat für alle Mitgliedsstaaten der EU verbindlich definierten Sprachenrahmen.

Am Hansa Berufskolleg Unna werden diese Prüfungen ein- bis zweimal jährlich mit den Schwerpunkten Wirtschaft- und Verwaltung, Informatik und Logistik in verschiedenen Niveaustufen (II, III und IV) angeboten.

Die aktuellen Prüfungstermine werden per Aushang in der Pausenhalle und auf der Homepage bekanntgegeben.

Bereits im März 2018 stehen die nächsten Kandidaten in den buchstäblichen Startlöchern, um ihre berufsbezogenen Englischkenntnisse unter Beweis zu stellen.

 

In diesem Sinne bleibt nur festzustellen: „Well done, everyone!“

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Auswahlgespräche Erasmus-Auslandspraktikum

Die Auswahlgespräche für das ERASMUS-Auslandspraktikum 2018 finden am Mittwoch, 21.02.2018 um 15.30 Uhr in Raum 220 statt.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: Globalzusammenfassung 2018

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Besuch des IES-Comercio in Logroño, Spanien

Vom 24.01.2018 bis zum 26.01. reiste ich auf Einladung einer Berufsschule nach Logroño in Nordspanien um Schule, Stadt und dort ansässige Betriebe kennenzulernen und ein gemeinsames Austauschprojekt von Berufsschülern zu organisieren. Ziel dieser vom europäischen Erasmus+ Programm geförderten Projekte ist es, Berufsschülern Praktika im europäischen Ausland zu ermöglichen.
Logroño, die Hauptstadt der autonomen Region La Rioja, ist am besten von Düsseldorf aus über den Flughafen von Bilbao zu erreichen (2 Stunden Flugzeit). Von dort aus nimmt man einen Shuttel-Bus zum Busbahnhof und dann den Fernbus nach Logroño. Diese letzte Fahrt dauert ebenfalls ca. 2 Stunden.
Um 17 Uhr wurde ich am Busterminal von Logroño begrüßt. Raquel De Santiago Ochoa, die Koordinatorin für Auslandspraktika an unserer neuen Partnerschule, holte mich zusammen mit ihrem Partner Miguel mit dem Auto ab und sie fuhren mich nach einem Zwischenstopp an meinem Hotel zu ihrer Schule, wo an diesem Abend noch ein Treffen mit der Schulleiterin und Bildungsgang-Koordinatoren geplant war.
Die Schule, das IES Comercio, ist etwas größer als das Hansa-BK und bietet neben den Bildungsgängen der kaufmännischen und informationstechnischen Berufsausbildung in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen auch die Sekundar- und Oberstufe an. IES bedeutet „Instituto de Educación Secundaria“.

Es überraschte mich, dass sich abends noch Schüler und Lehrer im Gebäude befanden. Am IES Comercio wird in zwei Schichten unterrichtet. Der Unterricht kann bis 22:00 Uhr dauern! Dies betrifft aber in der Regel berufstätige Schüler.
Im Büro der Schulleiterin traf ich also auf eine Reihe spanischer Kolleginnen und Kollegen und zwei Schüler, die in diesem Jahr noch ihr Praktikum im Ausland absolvieren wollen. Wir stellten Gemeinsamkeiten, aber auch wichtige Unterschiede in den Abläufen und im Schul- und Ausbildungssystem fest. Für die spanischen Berufsschüler ist ein 3-monatiges Praktikum verpflichtender Bestandteil ihrer Berufsausbildung, der erst nach Bestehen der theoretischen Abschlussprüfungen stattfindet.
Bei einer Führung durch die Schule mit Zwischenstopp in der noch immer geöffneten Schulcafeteria beeindruckte es mich, dass für jede/n Lehrer/in ein Arbeitsplatz mit Computer in nach Fächern aufgeteilten Büros zur Verfügung steht.
Abends wurde ich von Raquel und Miguel durch eine der Kneipen-Straßen der Innenstadt geführt. „Ir de pinchas“ bedeutet, dass man in jeder Bar ein Glas Wein trinkt und sich dazu eine Kleinigkeit zum Essen aussucht. Jede Bar hat dabei seine eigenen Spezialitäten.
Logroño ist eine Universitätsstadt mit 150.000 Einwohnern und auch unter der Woche abends noch sehr lebhaft.
Am nächsten Tag wurde ich von Raquel von einem möglichen Praktikumsbetrieb zum nächsten gefahren. Junge IT-Unternehmen wie SIAM-IT, SDI und ARSYS haben gemeinsam, dass dort eine sehr junge Belegschaft beschäftigt ist und sie sich noch weiter verstärken wollen. Im Gegensatz dazu stand die kleine Weinkellerei Ijalba, die 70% ihres La-Rioja-Weines exportiert.

Zwei große Speditionsunternehmen, nämlich DHL und die Spedition Würth, unterhalten bedeutende Niederlassungen in Logroño. Letztere verfügt am Standort sogar über ein beeindruckendes, umsonst zugängliches Museum mit wechselnden Ausstellungen.
Am Freitag verließ ich die Stadt mit der Überzeugung, eine verlässliche Partnerschule gefunden zu haben, die uns in Zukunft viele Möglichkeiten bieten wird.
Marius Grüne

Hansa Berufskolleg feiert den deutsch-französischen Tag

Es ist fast schon eine kleine Tradition: Das Hansa Berufskolleg feiert den deutsch-französischen Tag!

Dabei besuchte die Oberstufe der Höheren Handelsschule wie schon im Vorjahr eine Vorlesung mit anschließender Diskussion von Professor Dr. Volker Steinkamp, Professor für romanische Philologie an der Universität Duisburg-Essen.

Professor Steinkamp erläuterte den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe der Höheren Handelsschule und den Studierenden die aktuelle politische Situation in Frankreich sowie wesentliche Aspekte der deutsch-französischen Beziehungen seit 1870 bis zur Unterzeichnung des Elyséevertrages am 22. Januar 1963.

Anschließend zeigte Professor Steinkamp seinen Hörern beeindruckenden Beispiele der engen deutsch-französischen Zusammenarbeit von den 1960 er Jahren bis heute.

Nach der Vorlesung nahm Professor Steinkamp sich noch viel Zeit, um die Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten..

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Schüler werden zu Studenten

In den ersten Wochen des Wintersemesters, meistens Anfang November, verlegen wir den Unterricht unserer Jahrgangsstufe 12 für zwei Tage an die TU Dortmund. Dabei versuchen wir zwei „normale“ Tage an der Uni abzubilden, um unseren Schülerinnen und Schülern einen möglichst realitätsnahen Einblick in das Studentenleben zu ermöglichen. Marvin Kappes und Magnus Schäfer, beide Schüler unserer Jahrgangsstufe 12 und ‚Studenten für zwei Tage‘, schildern hier ihre Eindrücke vom diesjährigen Uni-Besuch, der leider von regnerischem Wetter begleitet wurde:

„Zu Beginn waren wir alle sehr beeindruckt, wie groß das Areal der Universität insgesamt ist, und mussten uns erstmal auf dem Campus zurechtfinden. Am Montagmorgen gab es zunächst eine große Einführungsveranstaltung. Dabei bekamen wir von Mitarbeitern der TU Dortmund sowie einer ehemaligen Abiturientin des Hansa-Berufskollegs, die jetzt an der TU studiert, sehr viele Informationen im Hinblick auf ein mögliches Studium. Danach ging die komplette Stufe gemeinsam mit Frau Grybs und Herrn Volle, unseren begleitenden Lehrern, in die ebenfalls enorm große Mensa. Dort wurde unerwartet gutes Essen zu fairen Preisen angeboten. Nachdem wir uns alle an einer ausgewogenen Mahlzeit gestärkt hatten, machten wir uns voller Tatendrang in die Vorlesungen auf. Die hatte sich jeder von uns schon eine Woche vorher aus meist zwei bis vier verschiedenen, von der Schule vorgegebenen Angeboten ausgesucht. Dabei wurden ‚Erziehungswissenschaften‘ und ‚Wirtschaftsmathematik‘ von unserer Stufe häufig belegt.

Am Beginn des zweiten Tages entschieden sich die meisten für ‚Buchführung‘, was in einem provisorischen Hörsaalzelt stattfand. Allerdings besuchten auch einige von uns ‚Algebra und Zahlentheorie‘. Im Gegensatz zur Buchführung, die wir schon am Hansa-Berufskolleg im Leistungskurs BWL gelernt haben, war die Mathe-Vorlesung extrem anspruchsvoll, fordernd und monoton. Der dortige Dozent/Professor hat es geschafft, in weniger als einer halben Stunde sechs große Tafeln vollzuschreiben! Auch bei den weiteren Veranstaltungen gab es eine große Bandbreite. Die „Anorganische Chemie“ war z.B. wie der Mathekurs auch wieder fordernd und sehr anspruchsvoll, während wir manchen wirtschaftswissenschaftlichen Vorlesungen recht gut folgen konnten.

Im Laufe der zwei Tage hatten wir manchmal Probleme, die entsprechenden Gebäude für die verschiedenen Veranstaltungen zu finden, da der Lageplan etwas unübersichtlich war und uns die Übung fehlte. Außerdem hatten wir am Ende einige Mühe mit dem ÖPNV, es dauerte aufgrund von akuten Zugausfällen z.T. sehr lange, bis wir nach Hause kamen. Aber alles in allem hat der Besuch an der TU Dortmund viel Spaß gemacht, denn er war instruktiv und illustrativ. Wir konnten einige Erfahrungen für uns mitnehmen, denn viele aus unserer Stufe hatten sich schon vorher für ein Studium nach dem Abitur interessiert.“