, ,

Besuch des IES-Comercio in Logroño, Spanien

Vom 24.01.2018 bis zum 26.01. reiste ich auf Einladung einer Berufsschule nach Logroño in Nordspanien um Schule, Stadt und dort ansässige Betriebe kennenzulernen und ein gemeinsames Austauschprojekt von Berufsschülern zu organisieren. Ziel dieser vom europäischen Erasmus+ Programm geförderten Projekte ist es, Berufsschülern Praktika im europäischen Ausland zu ermöglichen.
Logroño, die Hauptstadt der autonomen Region La Rioja, ist am besten von Düsseldorf aus über den Flughafen von Bilbao zu erreichen (2 Stunden Flugzeit). Von dort aus nimmt man einen Shuttel-Bus zum Busbahnhof und dann den Fernbus nach Logroño. Diese letzte Fahrt dauert ebenfalls ca. 2 Stunden.
Um 17 Uhr wurde ich am Busterminal von Logroño begrüßt. Raquel De Santiago Ochoa, die Koordinatorin für Auslandspraktika an unserer neuen Partnerschule, holte mich zusammen mit ihrem Partner Miguel mit dem Auto ab und sie fuhren mich nach einem Zwischenstopp an meinem Hotel zu ihrer Schule, wo an diesem Abend noch ein Treffen mit der Schulleiterin und Bildungsgang-Koordinatoren geplant war.
Die Schule, das IES Comercio, ist etwas größer als das Hansa-BK und bietet neben den Bildungsgängen der kaufmännischen und informationstechnischen Berufsausbildung in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen auch die Sekundar- und Oberstufe an. IES bedeutet „Instituto de Educación Secundaria“.

Es überraschte mich, dass sich abends noch Schüler und Lehrer im Gebäude befanden. Am IES Comercio wird in zwei Schichten unterrichtet. Der Unterricht kann bis 22:00 Uhr dauern! Dies betrifft aber in der Regel berufstätige Schüler.
Im Büro der Schulleiterin traf ich also auf eine Reihe spanischer Kolleginnen und Kollegen und zwei Schüler, die in diesem Jahr noch ihr Praktikum im Ausland absolvieren wollen. Wir stellten Gemeinsamkeiten, aber auch wichtige Unterschiede in den Abläufen und im Schul- und Ausbildungssystem fest. Für die spanischen Berufsschüler ist ein 3-monatiges Praktikum verpflichtender Bestandteil ihrer Berufsausbildung, der erst nach Bestehen der theoretischen Abschlussprüfungen stattfindet.
Bei einer Führung durch die Schule mit Zwischenstopp in der noch immer geöffneten Schulcafeteria beeindruckte es mich, dass für jede/n Lehrer/in ein Arbeitsplatz mit Computer in nach Fächern aufgeteilten Büros zur Verfügung steht.
Abends wurde ich von Raquel und Miguel durch eine der Kneipen-Straßen der Innenstadt geführt. „Ir de pinchas“ bedeutet, dass man in jeder Bar ein Glas Wein trinkt und sich dazu eine Kleinigkeit zum Essen aussucht. Jede Bar hat dabei seine eigenen Spezialitäten.
Logroño ist eine Universitätsstadt mit 150.000 Einwohnern und auch unter der Woche abends noch sehr lebhaft.
Am nächsten Tag wurde ich von Raquel von einem möglichen Praktikumsbetrieb zum nächsten gefahren. Junge IT-Unternehmen wie SIAM-IT, SDI und ARSYS haben gemeinsam, dass dort eine sehr junge Belegschaft beschäftigt ist und sie sich noch weiter verstärken wollen. Im Gegensatz dazu stand die kleine Weinkellerei Ijalba, die 70% ihres La-Rioja-Weines exportiert.

Zwei große Speditionsunternehmen, nämlich DHL und die Spedition Würth, unterhalten bedeutende Niederlassungen in Logroño. Letztere verfügt am Standort sogar über ein beeindruckendes, umsonst zugängliches Museum mit wechselnden Ausstellungen.
Am Freitag verließ ich die Stadt mit der Überzeugung, eine verlässliche Partnerschule gefunden zu haben, die uns in Zukunft viele Möglichkeiten bieten wird.
Marius Grüne

Hansa Berufskolleg feiert den deutsch-französischen Tag

Es ist fast schon eine kleine Tradition: Das Hansa Berufskolleg feiert den deutsch-französischen Tag!

Dabei besuchte die Oberstufe der Höheren Handelsschule wie schon im Vorjahr eine Vorlesung mit anschließender Diskussion von Professor Dr. Volker Steinkamp, Professor für romanische Philologie an der Universität Duisburg-Essen.

Professor Steinkamp erläuterte den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe der Höheren Handelsschule und den Studierenden die aktuelle politische Situation in Frankreich sowie wesentliche Aspekte der deutsch-französischen Beziehungen seit 1870 bis zur Unterzeichnung des Elyséevertrages am 22. Januar 1963.

Anschließend zeigte Professor Steinkamp seinen Hörern beeindruckenden Beispiele der engen deutsch-französischen Zusammenarbeit von den 1960 er Jahren bis heute.

Nach der Vorlesung nahm Professor Steinkamp sich noch viel Zeit, um die Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten..

,

Schüler werden zu Studenten

In den ersten Wochen des Wintersemesters, meistens Anfang November, verlegen wir den Unterricht unserer Jahrgangsstufe 12 für zwei Tage an die TU Dortmund. Dabei versuchen wir zwei „normale“ Tage an der Uni abzubilden, um unseren Schülerinnen und Schülern einen möglichst realitätsnahen Einblick in das Studentenleben zu ermöglichen. Marvin Kappes und Magnus Schäfer, beide Schüler unserer Jahrgangsstufe 12 und ‚Studenten für zwei Tage‘, schildern hier ihre Eindrücke vom diesjährigen Uni-Besuch, der leider von regnerischem Wetter begleitet wurde:

„Zu Beginn waren wir alle sehr beeindruckt, wie groß das Areal der Universität insgesamt ist, und mussten uns erstmal auf dem Campus zurechtfinden. Am Montagmorgen gab es zunächst eine große Einführungsveranstaltung. Dabei bekamen wir von Mitarbeitern der TU Dortmund sowie einer ehemaligen Abiturientin des Hansa-Berufskollegs, die jetzt an der TU studiert, sehr viele Informationen im Hinblick auf ein mögliches Studium. Danach ging die komplette Stufe gemeinsam mit Frau Grybs und Herrn Volle, unseren begleitenden Lehrern, in die ebenfalls enorm große Mensa. Dort wurde unerwartet gutes Essen zu fairen Preisen angeboten. Nachdem wir uns alle an einer ausgewogenen Mahlzeit gestärkt hatten, machten wir uns voller Tatendrang in die Vorlesungen auf. Die hatte sich jeder von uns schon eine Woche vorher aus meist zwei bis vier verschiedenen, von der Schule vorgegebenen Angeboten ausgesucht. Dabei wurden ‚Erziehungswissenschaften‘ und ‚Wirtschaftsmathematik‘ von unserer Stufe häufig belegt.

Am Beginn des zweiten Tages entschieden sich die meisten für ‚Buchführung‘, was in einem provisorischen Hörsaalzelt stattfand. Allerdings besuchten auch einige von uns ‚Algebra und Zahlentheorie‘. Im Gegensatz zur Buchführung, die wir schon am Hansa-Berufskolleg im Leistungskurs BWL gelernt haben, war die Mathe-Vorlesung extrem anspruchsvoll, fordernd und monoton. Der dortige Dozent/Professor hat es geschafft, in weniger als einer halben Stunde sechs große Tafeln vollzuschreiben! Auch bei den weiteren Veranstaltungen gab es eine große Bandbreite. Die „Anorganische Chemie“ war z.B. wie der Mathekurs auch wieder fordernd und sehr anspruchsvoll, während wir manchen wirtschaftswissenschaftlichen Vorlesungen recht gut folgen konnten.

Im Laufe der zwei Tage hatten wir manchmal Probleme, die entsprechenden Gebäude für die verschiedenen Veranstaltungen zu finden, da der Lageplan etwas unübersichtlich war und uns die Übung fehlte. Außerdem hatten wir am Ende einige Mühe mit dem ÖPNV, es dauerte aufgrund von akuten Zugausfällen z.T. sehr lange, bis wir nach Hause kamen. Aber alles in allem hat der Besuch an der TU Dortmund viel Spaß gemacht, denn er war instruktiv und illustrativ. Wir konnten einige Erfahrungen für uns mitnehmen, denn viele aus unserer Stufe hatten sich schon vorher für ein Studium nach dem Abitur interessiert.“

Sprechtage für neue Schülerinnen und Schüler

Die Schülerinnen und Schüler, die sich für einen Schulplatz an unserer Schule ab August 2018 interessieren, können sich am

01.02.2018 zwischen 14:00 und 18:00 Uhr im Hansa Berufskolleg informieren.

Unsere Laufbahnberater stehen dann für alle Fragen zur Verfügung. Selbstverständlich sind auch die Eltern herzlich willkommen.

Wer an diesem Termin verhindert ist, kann gerne auch am 13.02.2018 zwischen 14:00 und 18:00 kommen. Dort findet der reguläre Sprechtag für alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule statt.

,

Einblicke ins Arbeitsleben

Seit vielen Jahren bieten wir Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 12 unseres Wirtschaftsgymnasiums an, in den Herbstferien ein freiwilliges „Bachelor Of Arts“-Praktikum in großen Unternehmen im Kreis Unna durchzuführen. Dabei geht es darum, die Abläufe und Strukturen in einem Unternehmen kennenzulernen und sich darüber hinaus mit den Möglichkeiten und Chancen, aber auch den Anforderungen eines dualen Studiums vertraut zu machen. Lena Kissing, Schülerin unserer Jahrgangsstufe 12, beschreibt ihre Erfahrungen bei der Zapp Precision Metals GmbH in Unna:

„In den Herbstferien 2017 durfte ich vom 23.10. bis zum 27.10. ein Praktikum bei der Firma ZAPP in Unna machen, um den Beruf der Industriekauffrau besser kennenzulernen und einen Einblick in das entsprechende Duale Studium zu gewinnen. Ich war in dieser Woche in der Abteilung Vertrieb eingesetzt und konnte mich gut über die Tätigkeiten und Aufgaben in diesem Bereich informieren.

Am 23.10. meldete ich mich um 8.30 Uhr beim Pförtner und wurde dort freundlich von Herrn Siedhoff empfangen. Danach hat er mich über die Sicherheitshinweise auf dem Gelände aufgeklärt und ich habe die Mitarbeiter der Abteilung Vertrieb kennengelernt. Schon kurz darauf durfte ich an einer Sitzung teilnehmen, bei der die ganze Abteilung anwesend war, was mir den Einstieg sehr erleichtert hat.

Die Teilnahme am wöchentlichen Werksunterricht zeigte mir, dass z.B. das in unserem BWL-Leistungskurs bereits behandelte Thema Rechnungswesen hier gut anwendbar ist. Im Werksunterricht haben die Verbundstudenten (Duales Studium) und die ‚normalen‘ Auszubildenden die Möglichkeit, für die Berufsschule bzw. die Uni in entspannter Atmosphäre zu lernen. Dabei werden sie durch einen anwesenden Lehrer unterstützt.

Des Weiteren habe ich den Mitarbeiten bei unterschiedlichen Tätigkeiten, wie z.B. der Angebotserstellung, Auftragsbuchung und Terminverfolgung zugeschaut. Hierbei wurden mir viele Abläufe erklärt. Außerdem hatte ich die Möglichkeit, an einem Kundengespräch teilzunehmen. Von einem Mitarbeiter wurde ich über die Stahlbranche ganz allgemein, aber auch über den Vertrieb und dessen Aufgaben aufgeklärt. Herr Bohnenkamp hat sich dabei sehr viel Zeit genommen. Das Vorwissen aus der Schule erleichterte mir aber auch hier das Verständnis.

Insgesamt hat mir das Praktikum sehr gut gefallen, da ich viele Informationen über den Beruf der Industriekauffrau erwerben konnte. Die Mitarbeiter der Firma ZAPP waren sehr freundlich und hilfsbereit, außerdem herrschte allgemein eine gute Arbeitsatmosphäre. Zum Abschluss am Freitag fand ein Gespräch mit Frau Wolff, der Ausbildungsleiterin, statt. Mit ihr konnte ich mich nochmal in Ruhe über die Ausbildung zur Industriekauffrau – auch speziell in der Firma ZAPP – unterhalten und Sie beantwortete mir all meine weiteren Fragen, die sich in dieser Woche ergeben hatten. Ich könnte mir gut vorstellen, in diesem Unternehmen eine Ausbildung zu machen.“

Weihnachtsfußballturnier der SV

Traditionell findet am Hansa Berufskolleg am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien das Fußballturnier der SV in der Kreissporthalle statt. Auch in diesem Jahr traten die 20 vorher ausgelosten Klassen in vier Gruppen gegeneinander an.

Nach fünf Stunden stand der Sieger fest: Die IN17A/C setzte sich im umkämpften aber fairen Finale gegen die C17EU2 durch. Der Platz 3 ging an die LG16D. Herzlichen Glückwunsch an alle drei Teams.

Am Ende waren sich alle einig: Der gemeinsame sportliche Wettkampf war wieder einmal ein Highlight im Schuljahr und hat den teilnehmenden Mannschaften viel Freude bereitet.

Die SV dankt allen Helfern für Ihr engagement.

,

Abschlussveranstaltung für „Industriekaufleute EU“

Die diesjährige Abschlussveranstaltung fand in der Aula des Hellweg Berufskollegs statt und hat eine überaus erfolgreiche Teilnehmergruppe geehrt.

Die Gruppe (ein Teil der Klasse IN16A) ist am 8. September 2017 nach Irland geflogen, um neue Erfahrungen im beruflichen und privaten Bereich zu sammeln. Erklärtermaßen wollten alle die „comfort zone“ zu Hause bei Muttern verlassen, um auszuprobieren, wie es sich auf sich alleine gestellt im Ausland so lebt! Und Erfahrungen haben alle gemacht. Zum Beispiel diese: Es ist unglaublich schön und luxuriös zu Hause. Es ist sogar so schön wie nirgendwo sonst auf der Welt. Aber dennoch hat das Leben in einem kleinen Zimmer, einer kleinen Wohneinheit mit jungen Menschen aus aller Herren Ländern auch seinen Reiz. Erkenntnisse sind zum Beispiel: Man kann sich behaupten (denn man spricht fließend Englisch), man kann sich versorgen (man kann selber Wäsche waschen und einfache, aber leckere Gerichte kochen) und man kann in einer total anderen beruflichen Lebenswirklichkeit seinen Mann oder seine Frau stehen ( man hat schließlich fast die Hälfte seiner Ausbildung absolviert). Man erfährt also am eigenen Leib, wie sich ein Leben als Erwachsener mitten im beruflichen Leben und dazu noch im Ausland anfühlt.

Das Feedback der irischen Betriebe und der Praktikumsagentur sind eindeutig:

„I am just in the process of preparing their final documents, and I just wanted to write to  you to say thank you for sending such a lovely group (…).

All the students were so positive and motivated and I have to tell you that they have been the best group that we have received in 2017. I wish all the students were like your groups, and I really mean that“ (Margaret O’Greaney from Green Horizon))

The company were really pleased with Fabian and felt he was an excellent addition to the team. In fact the company said that Fabian was the best intern they have ever had assisting them. Fabian also enjoyed the training in Kearys. (Kevin Smith from Kearys BMW)

Das sind beispielhafte Rückmeldungen, die genauso von allen anderen Teilnehmern zitiert werden könnten! Die Ausbildungsbetriebe der angehenden „Industriekaufleute EU“ können mehr als stolz auf ihre Auszubildenden sein, dass diese so erfolgreich ihre Lernortverlagerung ins europäische Ausland gemeistert haben. Der Bildungsgang ist dankbar, dass er mit so motivierten und leistungsstarken jungen Menschen und zukünftigen Handlungsträgern der heimischen Wirtschaft arbeiten darf. Allen Beteiligten daher an dieser Stelle ein riesengroßes DANKESCHÖN!

 

,

Fit für Asien

Asienkaufleute des Hansa Berufskollegs Unna beschließen Projektjahr bei Sonepar in Holzwickede

Seit dem Schuljahr 2015/16 eröffnet das Hansa Berufskolleg Unna den regionalen Ausbildungsbetrieben das innovative Angebot zum Erwerb der Zusatzqualifikation ‚Asienkaufmann’ in enger Kooperation mit der IHK Dortmund.

Bereits zum 3. Mal hatten Schüler des Hansa Berufskollegs Unna die Gelegenheit, die chinesische Arbeits- und Geschäftswelt kennenzulernen. So fuhren im September 12 Auszubildende wieder zum interkulturellen Austausch in die Wirtschaftsmetropole Shanghai, um die dortige Partnerschule und einige Zulieferer der Ausbildungsbetriebe kennen zu lernen.
Am 22.11.2017 fand bei „Sonepar Deutschland“ in Holzwickede die Abschlussveranstaltung des Projektjahres 2017 statt.

Ausgangspunkt war der Wunsch einiger Ausbildungsbetriebe nach einer Qualifizierung ihrer Auszubildenden für den asiatischen Wirtschaftsraum. Hierzu zählen einige namhafte Ausbildungsbetriebe des Kreises Unna wie z.B. Sonepar Deutschland in Holzwickede, KiK in Bönen, Woolworth in Unna oder Fleischhacker Laboreinrichtungen/Medizintechnik in Schwerte.
Für Marion Kadoch und Thomas Holzhausen als Projektkoordinatoren am Hansa Berufskolleg Unna war dies Anlass genug ein Ausbildungsmodell ins Leben zu rufen, in dem die Auszubildenden des Groß- und Außenhandels und der Spedition umfangreiche berufliche, persönliche und interkulturelle Kompetenzen in Bezug auf Asien erlangen können.
Besonderheit dieses Ausbildungsmodell ist die Verknüpfung theoretischer Inhalte des Außenhandels sowie der chinesischen Sprache und Landeskunde mit dem Erleben der fernöstlichen Kultur durch den von der Mercator-Stiftung geförderten Schüleraustausch mit der Partnerschule in Shanghai.

So besuchte im bereits im Mai 2017 eine 14-köpfige Delegation mit chinesischen Lehrern und Deutsch lernenden Schülern für eine Woche das Hansa Berufskolleg in Unna. Untergebracht wurden die chinesischen Schüler bei den zukünftigen Asienkaufleuten in Gastfamilien. Zu Beginn ihres Aufenthaltes in Unna wurden sie durch Schulführungen, Hospitationen usw. in den Schulalltag am Hansa Berufskolleg eingebunden. Gemeinsam mit ihren deutschen Gastgebern arbeiteten sie an einem gemeinsamen berufsbezogenen Projekt.

Zudem absolvierten alle Projektbeteiligten ein umfangreiches berufsbezogenes und kulturelles Besichtigungsprogramm. Deutsche Auszubildende zeigten den chinesischen Gästen ihre Ausbildungsbetriebe. Weitere Ausflüge führten sie z.B., in den Signal-Iduna-Park, aber auch nach Köln und Frankfurt.

Zum Gegenbesuch reisten 12 deutsche Auszubildende begleitet vom Schulleiter Günter Schmidt und ihren Lehrern Petra Roth und Daniel Helmke im September für 12 Tage nach Shanghai und erlebten dort die chinesische Arbeitswelt und Kultur. Die Partnerschule SEMS gewährte Einblicke in den chinesischen Schulalltag und das dortige Ausbildungssystem.

Gleichermaßen beeindruckt und begeistert berichteten die Auszubildenden des Berufskollegs im Rahmen der Abschlussveranstaltung bei Sonepar in Holzwickede von ihrer Reise.
Die dualen Ausbildungspartner des Hansa Berufskollegs Unna öffneten die Türen ihrer Geschäftspartner in Shanghai und Umgebung. Dabei konnten die Auszubildenden chinesische Zulieferbetriebe und Logistikeinrichtungen kennenlernen. Auf diese Weise erhielten die Auszubildenden vor Ort Informationen aus erster Hand und Eindrücke über die Arbeits- und Geschäftswelt in China. Sie bauten durch persönliche Begegnungen und die erlebte große Gastfreundschaft schnell und unkompliziert ihre Berührungsängste mit einer zunächst fremden Kultur ab.
Ein besonderer Höhepunkt erwartete die Besucher dann beim Briefing zur wirtschaftlichen Lage Chinas in der deutschen Auslandshandelskammer in Pudong.
Abgerundet wurde der Aufenthalt für die deutschen Schüler durch ein Wochenende bei einer chinesischen Gastfamilie, das Kennenlernen von chinesischer Kalligraphie, Teezeremonien und anderer kultureller Sehenswürdigkeiten.

Das Durchlaufen der theoretischen Ausbildungsmodule und des Fachprogramms in Shanghai eröffnen den Auszubildenden verschiedene Zertifizierungen:

• Prüfung vor der IHK Dortmund ‚Zusatzqualifikation Asienkaufmann’
• Erwerb des chinesischen Zertifikats über die Projektteilnahme durch die Shanghai Economic Management School
• Anlage zum Berufsschulabschlusszeugnis
• Ggf. Erhalt des chinesischen Sprachprüfungszertifikats Niveau HSK1 durch das Konfuzius-Institut

Darüber hinaus bleiben für jeden Teilnehmer die Erinnerungen an eine einzigartige Reise und an die unvergesslichen Begegnungen mit neuen Freunden.

Nähere Informationen und Fotos bei:

Marion Kadoch (marion.kadoch(at)hansa-berufskolleg-unna.de)
Thomas Holzhausen (thomas.holzhausen(at)hansa-berufskolleg-unna.de)

,

EUROPA- wir kommen!

Am Mittwoch, dem 29.11.2017 feierten 41 Auszubildende des Hansa Berufskollegs den erfolgreichen Abschluss ihrer Auslandspraktika und den Erhalt der entsprechenden Urkunden in den Räumlichkeiten der Aula des Märkischen Berufskollegs.
Sie arbeiteten drei Wochen lang in Unternehmen im europäischen Ausland. Das Hansa Berufskolleg bietet fünf Partnerländer mit sechs Partnerstädten an. Im Zeitraum vom 13. Oktober bis zum 03. November arbeiteten die Auszubildenden in Betrieben in England, Italien, Irland, Belgien und in Polen.
Herr Schmidt, Schulleiter des Hansa Berufskollegs, unterstrich die Möglichkeit, in solch einem Auslandspraktikum die Fremdsprachenkenntnisse zielgerichtet zu nutzen und lobte die erworbene Selbstständigkeit.
Dieses Jahr absolvierten erstmalig auch drei Auszubildende der Spedition ein dreiwöchiges Praktikum in namenhaften Speditionsunternehmen der Stadt Bologna (Italien). Partnerunternehmen waren unter anderem die Hellmann Group, die in Osnabrück gegründet wurde und in der ganzen Welt tätig ist.
Zukünftig soll der Auslandsaufenthalt für die Kaufleute für Speditions- und Logistikdienstleistung auf drei Monate verlängert werden. Ziel ist es, die speditionellen Fachkenntnisse zu vertiefen und die Arbeitsprozesse eines ausländischen Speditionsunternehmens kennenzulernen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Abwicklung der Luft- und Seefracht. Zudem werden die englischen Fremdsprachenkenntnisse, eventuell eine weitere Fremdsprache dazu gelernt und die interkulturelle Kompetenz gestärkt.
Der Europass soll die Auszubildenden dabei unterstützen, ihre Fähigkeiten, Kompetenzen und Qualifikationen wirksam darzustellen, um einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden. In Zeiten der Globalisierung wird Auslands- und interkulturelle Erfahrungen immer wichtiger. Vor allem größere Unternehmen achten zunehmend darauf, dass die Mitarbeiter interkulturell kompetent sind und so den Umgang mit internationalen Partnern, Kunden und Mitarbeitern erfolgreich meistern können.
Das Hansa Berufskolleg bietet seit dem Jahr 2000 diese Möglichkeit an und qualifiziert sich jährlich erfolgreich für die europäischen Finanzierungsmittel des ERASMUS+ Projektes.

, ,

Europa verstehen

Unter diesem Motto näherten sich angehende Fachkräfte für Büromanagement (Klasse BM 17 B) in zwei „EU-Kompakt-Kursen“ am 12.10. und am 30.11.2017 der EU und der europäischen Politik – auch vor dem Hintergrund der weltweiten Herausforderungen.
Im ersten Teil erwarben die Schüler*innen grundlegende Kenntnisse zur Entstehungsgeschichte und Entwicklung der EU sowie zu den Fragen, wie Entscheidungen in der EU getroffen werden, wie Gesetzgebungsverfahren ablaufen, wie jeder einzelne europäische Politik mitbestimmen kann und welche Vorteile die EU bietet.
Im zweiten Seminar beschäftigten sich die Schüler*innen mit dem Themenkomplex ‘Migration, Asyl und Flucht‘. Mit viel Interesse und großem Engagement konnten sie ihre eigenen Positionen erkennen und hinterfragen, überraschende Sachverhalte kennenlernen und sich mit unterschiedlichen Positionen auseinandersetzen. Dabei wurden auch zahlreiche persönliche Erfahrungen eingebracht.
Das Fazit zu den beiden Projektveranstaltungen, die im Rahmen des Politikunterrichts stattfanden und durch junge, gut geschulte Seminarleiter*innen der (überparteilichen) Schwarzkopf-Stiftung durchgeführt wurden, war einhellig positiv. Die Auszubildenden griffen die Chance begeistert auf, sich jeweils einige Stunden am Stück mit den wichtigen Themen beschäftigen zu können und sich auf methodisch vielfältige Weise sehr ernsthaft, aber zugleich in lockerer, vertrauensvoller Atmosphäre mit vielen Aspekten zu beschäftigen, zu denen sie im Alltag oftmals vor allem mit Halbwahrheiten und Vorurteilen konfrontiert werden.
Ein Schüler fasste bei der Abschlussbesprechung die allgemeine Stimmung zusammen: „Toll, dass wir diese Seminare machen konnten! Können wir so etwas vielleicht regelmäßig machen?“

Rechte des Titelbildes: Schwarzkopfstiftung, Illustration: Friederike Schlenz