Eine Winterwoche in Südtirol

K800_DSCN9755Schon seit vielen Jahren führen wir mit unserer gymnasialen Oberstufe Ski-Jahrgangsstufenfahrten in den Alpen durch. In diesem Jahr waren wir vom 16. – 22. Januar im Skigebiet Gitscherg-Jochtal in Südtirol unterwegs. Zwei Teilnehmer, Jana Grod und Hendrik Resche, beide aus der Jahrgangsstufe 12, beschreiben hier, was sie erlebt haben:
Es begann an einem unscheinbaren Samstagmorgen. Wir trafen uns gegen 7 Uhr am Hansa Berufskolleg und dann ging es per Reisebus in Richtung Süden. Nach einer recht langen Fahrt von ca. 14 Stunden erreichten wir unser Ziel: Meransen im Eisacktal. Da kam uns zu später Stunde ein gutbürgerliches Essen aus der Küche unserer Pension gerade recht. Danach konnten wir unsere Zimmer beziehen, die wir uns zu dritt oder zu viert teilten. Die meisten Zimmer hatten sogar einen tollen Balkon mit einer wunderschönen Aussicht ins Tal.

Der erste Skitag stand bevor. Ein Skibus holte uns morgens ab und brachte uns zur Gondel. Das Skimaterial konnten wir direkt an der Talstation ausleihen, was sehr praktisch war. Für manche unter uns stellte sich die Frage, ob man sich trotz längerer Pause noch auf den Brettern halten konnte, für andere war das Skifahren dagegen eine ganz neue Erfahrung. AufgeK800_IMG_1634teilt in verschiedene Gruppen konnte jeder das Ganze nach seinen individuellen Fähigkeiten angehen. Die Anfänger haben das Skifahren zunächst auf einer kleinen Übungspiste gelernt, während wir, die Fortgeschrittenen, gemeinsam mit Herrn Stolte auch die schwierigeren Pisten unter die Bretter nahmen und uns dort später auch recht frei bewegen durften, was uns sehr gut gefiel. Nach den ersten Tagen konnten aber auch viele Anfänger schon auf den schwierigeren Pisten fahren.

Doch auch der beste Skifahrer wird einmal hungrig und braucht eine Pause. Da kam uns die alltägliche Rast auf einer schön gelegenen Almhütte gerade recht. Ob nun das mitgebrachte Lunchpaket oder eine kleine Speise des Lokals zu humanen Preisen zur Stärkung beitragen sollten, war jedem selbst überlassen. Nach der Rast ging es noch einmal auf die Piste und am Nachmittag endete dann der sonnige Skitag. Die Skischuhe und die Skier konnten wir in einem Depot an der Talstation abgeben und mussten sie nicht mitnehmen. Der Skibus hat uns am Ende wieder abgeholt und zu unserer Pension gebracht.

Dort hatten wir Zeit um zu duschen und uns ein bisschen auszuruhen. Manche statteten aber auch dem kleinen Supermarkt im Dorf einen Besuch ab. Nach einem leckeren Abendessen fieberten wir bei der Handball-Europameisterschaft mit oder probierten neue Gesellschaftsspiele aus, wobei gelegentlich sogar „gefährliche Werwölfe“ auftauchten. Aufgrund eines Geburtstages überraschten uns eines Abends die Lehrer sogar mit einer selbst zubereiteten Feuerzangenbowle. Das war ein schöner Ausklang eines Skitages, den wir auf der Terrasse der Pension mit einem herrlichen Ausblick über die Berge und Täler bei Nacht erlebten.

Die ganze Woche über hatten wir tolles Wetter und von Tag zu Tag machten wir immer mehr Fortschritte auf den Skiern. Der eine oder andere entwickelte sogar eine neue Leidenschaft für den Wintersport. Zu einem gelungenen „Skiurlaub“ gehört natürlich auch der Besuch in einer Aprés-Ski-Bar. Auch daran sollte es nicht scheitern und so machten sich einige von uns am letzten Abend der Freizeit auf den Weg in den Ort auf der Suche nach Musik und Tanz.

Leider ist auch die schönste Skiwoche irgendwann vorbei und so ging es am Freitagmorgen wieder mit dem Bus Richtung Heimat – ins wunderschöne Unna! Die Rückfahrt dauerte glücklicherweise nicht so lange wie die Anreise, obwohl es ein wenig Stau gab. Alles in allem hatten wir eine Menge Spaß und konnten uns so eine Abwechslung vom Schulalltag gönnen.