Zwei Tage lang Student sein

Die Jahrgangsstufe 12 unseres Wirtschaftsgymnasiums besuchte Anfang November für zwei Tage die TU Dortmund. Zwei Schülerinnen der Stufe, Nancy Schupp und Svenja Lipinski, berichten von Ihren Erfahrungen:

Zwei Tage lang Student sein – davon träumt doch jeder! Doch was bedeutet das eigentlich? Was für Eindrücke nimmt man mit?

Am 2. und 3. November 2015 wurde der Unterricht der Jahrgangsstufe 12 des Wirtschaftsgymnasiums an die Technische Universität Dortmund verlegt. Am Morgen des ersten Tages gab uns Frau Feßler, Mitarbeiterin der Zentralen Studienberatung, eine Einführung zu den möglichen Studienfächern, zur Vorgehensweise bei der Bewerbung um einen Studienplatz und zu den ersten Schritten an der Uni. Dabei wurde sie unterstützt von drei Studenten, die Ihr Abitur am Hansa Berufskolleg gemacht hatten und die von Herrn Volle, unserem Oberstufenkoordinator, extra zu diesem Termin eingeladen worden waren. Einer der drei schließt gerade sein Bachelorstudium ab, die anderen beiden waren Erstsemester. Sie berichteten von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Uni-Einstieg und konnten uns wichtige Hinweise geben. Dann erkundeten wir den Campus und erhielten anschließend von Frau Dr. Donato von der Fakultät WiSo genauere Erläuterungen zu den verschiedenen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen.

Ab jetzt durften wir uns wie richtige Studenten fühlen. Wir besuchten Vorlesungen, die wir uns zuvor aus einem von der Schule zusammengestellten Plan ausgesucht hatten. Wir beide entschieden uns für eine Vorlesung zum Thema Buchführung. Man muss sagen, dass wir sehr gut vorbereitet werden in unserem Bildungsgang am Hansa. Unser betriebswirtschaftliches Wissen deckt problemlos die ersten Vorlesungen an der Uni ab und wahrscheinlich auch noch mehr.

Das Essen darf natürlich nicht zu kurz kommen! Allerdings muss man die Zeit beachten. Eine Mittagspause kommt einem sehr zugute, um sich für die weiteren Vorlesungen zu stärken. Die Mensa bietet da viele Möglichkeiten. Es gibt jede Menge Auswahl – Gerichte mit Fleisch oder Fisch, Gemüse und einem Dessert, vegetarische Gerichte, Buffet und überall etwas Obst. Auch die Preise sind angemessen.

Am zweiten Tag hatten wir im Gegensatz zum Vortag 3 statt nur 2 Vorlesungen. So konnten wir beispielsweise aus den 12 möglichen Vorlesungen 2 aufeinanderfolgende zum Thema Finanzmathematik und Datenstrukturen aus dem Bereich Informatik wählen. Die Vorlesungen im Audimax, wie eben die zur Finanzmathematik, sind generell sehr gut besucht, so dass viele von uns in einen zusätzlichen Raum neben dem eigentlichen Hörsaal sitzen und lediglich durch die Audioübertragung die Vorlesungen verfolgen konnten. Auch die zum Thema Informatik war sehr gut besucht und einige Studenten standen trotz des großen Saals auf den Treppen oder hinter den letzten Bankreihen. Dabei sind uns auch die Nachteile des studentischen Lebens deutlich geworden: Gerade in den Vorlesungen am Anfang des Semesters oder generell am Anfang des Studiums sind die Hörsäle teilweise sehr voll und es ist weiter oben ziemlich laut, so dass es schwierig ist, dem Stoff zu folgen. Oder man hat das Problem, in einen anderen Raum gesetzt zu werden und nur die Mikrofonübertragung mitzubekommen.

Trotzdem hat es Spaß gemacht, für zwei Tage Student zu sein. Wir haben viele Einblicke gewonnen und einige interessante Vorlesungen besucht. Alles in allem waren dies also zwei sehr schöne und vor allem aufschlussreiche Tage, die uns die Entscheidung, was wir nach unserem hoffentlich erfolgreichen Abitur am Hansa BK machen wollen, ein wenig erleichtern.