Erfolgreicher Abschluss des Pilotprojekts ‚Asienqualifikation’ am Hansa Berufskolleg Unna

„Die Deutschen essen, um zu arbeiten – Die Chinesen arbeiten, um zu essen?“

Erfolgreicher Abschluss des Pilotprojekts ‚Asienqualifikation’ am Hansa Berufskolleg Unna

Am Donnerstag, 29.10.2015 fand der feierliche Abschluss des neuen China-Projekts am Hansa Berufskolleg Unna bei der Firma Fleischhacker GmbH in Schwerte statt.

Die 11 Teilnehmer berichteten begeistert von ihrem Aufenthalt in Shanghai im September dieses Jahres und hatten Faszinierendes zu erzählen aus dem typischen familiären und beruflichen Alltag in China – Eindrücke, die kein Reiseleiter vermitteln kann.

Die Auszubildenden wohnten einige Tage in chinesischen Gastfamilien, besuchten die Außenhandelskammer in Shanghai und durften mehrere chinesische Logistik- und Produktionsunternehmen besichtigen. Die gemeinsame Zeit mit den engagierten und stets gut gelaunten Schülern und Lehrern der chinesischen Partnerschule, der Shanghai Economic Management School, zählte zu den Highlights des Aufenthalts.

Jan Schmidt, Einkaufsleiter der Fleischhacker GmbH und früher selbst Schüler des Hansa Berufskollegs, erläuterte eindrücklich die Bedeutung der wirtschaftlichen Beziehungen seines Unternehmens, das primär medizinische Geräte (z.B. Blutdruckmessgeräte, Stethoskope, etc..) in China produzieren lässt. Dank seines Einsatzes hatten die deutschen Schüler und Lehrer in Shanghai die einmalige Gelegenheit, diese Partnerunternehmen sowie den Tiefseehafen zu besichtigen.

Die Zuhörer, bestehend aus Vertretern der IHK Dortmund, des Kreises Unna sowie zahlreichen Ausbildungsunternehmen und der Schulleitung, verfolgten gespannt die authentischen Schilderungen von Frau Liu-Weikl. Sie ist eine leitende Mitarbeiterin der Exportabteilung und erzählte sehr lebendig, mit welchen Gefühlen sie selbst vor 20 Jahren von China nach Dortmund kam: „Die Stadt wirkte so leer, die Züge und Busse wie ausgestorben – in Shanghai gibt es viel mehr Menschen. Aber am schlimmsten war das Essen: immer nur hartes Brot, Brötchen oder Toastbrot. In China nimmt man nur warme Mahlzeiten zu sich. Essen ist bei uns sehr wichtig. Die Deutschen scheinen wirklich nur zu essen, um zu arbeiten, während es in China genau andersherum ist!“.

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Mit großem Interesse wird die Herausgabe des Projekthandbuchs mit dem Thema ‚Interkulturelle Kompetenz – Ein Handbuch zur erfolgreichen Durchführung von Geschäftsabschlüssen zwischen Deutschland und China’ erwartet. Dieses Buch dokumentiert facettenreich die Chancen und Risiken deutsch-chinesischer Geschäfte und soll als Ratgeber für solche Unternehmen unserer Region dienen, die erste Schritte in Richtung Asien wagen.

Mit großer Freude verliehen die verantwortlichen Projektleiter des Hansa Berufskollegs, Marion Kadoch und Thomas Holzhausen, den Teilnehmern am Ende der Veranstaltung ihre Zeugnisse, die ihre außergewöhnlichen Leistungen in interkultureller und beruflicher Hinsicht für einen sicheren Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern zertifizieren.

Am 26.11.2015 wird um 15.00 Uhr die Informationsveranstaltung für das Projektjahr 2016 im Hansa Berufskolleg stattfinden – der erfolgreiche Start des diesjährigen Projekts wird sicherlich für ein reges Interesse sorgen, zumal damit auch ein Chinesisch-Kurs als integraler Bestandteil zum Erwerb dieser Asienqualifikation gehört.

In diesem Sinne „Zàijiàn“ (Auf Wiedersehen)

Wie arbeiten Betriebe in China? Auszubildende des Hansa Berufskollegs Unna erkunden Shanghai!

Im Frühjahr besuchten erstmals Schülerinnen und Schüler der chinesischen Economic Management School in Shanghai das Hansa Berufskolleg und staunten über die Beschaulichkeit des Städtchens Unna. Kein Wunder, wenn man aus einer 23-Millionen-Metropole kommt, die jedes Jahr um 600.000 Einwohner wächst!

Wie würden sich nun also unsere Auszubildenden in Shanghai zurechtfinden?

Besuch chinesischer Zulieferunternehmen

Der Austausch zwischen dem Hansa Berufskolleg und der Shanghai Economic Management School ist Element eines einzigartigen Pilotprojektes: Erstmals können Auszubildende aus den Bereichen Großhandel, Spedition und Duales Studium ein Zertifikat mit Schwerpunkt Asien erwerben.

Vorbereitet wurden die Teilnehmer im Rahmen eines intensiven landeskundlichen undsprachlichen Vorbereitungsseminars zum Thema ‚China’ bei der Auslandsgesellschaft in Dortmund.

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„Unsere Erwartungen an den Austausch wurden in vollem Umfang erfüllt“, berichten die begleitenden Studiendirektoren Marion Kadoch und Thomas Holzhausen. Die Auszubildenden konnten nicht nur verschiedene chinesische Logistik- und Produktionsunternehmen sowie sogar eine Zollbehörde kennenlernen, sondern informierten sich auch in Mitarbeitergesprächen über die örtlichen Arbeits- und Lohnbedingungen.

Mit besonderem Interesse besichtigten die beiden Auszubildenden der Firma Fleischhacker GmbH & Co KG die chinesischen Partnerfirmen, die u.a. Blutdruckmessgeräte und Stethoskope herstellen. Sina Loose, 2. Ausbildungsjahr: “Wahnsinn, jetzt kann ich mir endlich vorstellen, wie so ein Blutdruckmessgerät tatsächlich produziert wird. Erstaunlich, wie viel ‚Manpower’ in der Herstellung eines solchen Produkts verborgen ist. Bei der nächsten Bestellung weiß ich nun genau, mit welchem Mitarbeiter ich es auf der chinesischen Seite zu tun habe – dies macht die Zusammenarbeit deutlich einfacher!“

„Der Besuch des gigantischen Tiefseehafens von Shanghai hinterließ bleibende Eindrücke bei den Auszubildenden der Spedition; dagegen wirkt der Hamburger Hafen fast wie eine Miniaturausgabe“, so Thomas Holzhausen.

Besuch der Außenhandelkammer von Shanghai

„Wir hatten auch die Gelegenheit, eine Fahrt nach Taicang durchzuführen, in dem das deutsche Firmenzentrum mit ca. 200 Unternehmen gelegen ist“, berichtet Marion Kadoch.

Besonders interessant verlief der Besuch der Außenhandelskammer in Shanghai, die eng mit der IHK Dortmund kooperiert. Hier erfuhren die Teilnehmer viele aktuelle wirtschaftspolitische Neuigkeiten über die Schwierigkeiten deutscher Unternehmen in Shanghai; so bestehe zurzeit die größte Hürde darin, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden und diese auch langfristig zu halten. In China gehört ein regelmäßiger Arbeitsplatzwechsel nach spätestens zwei Jahren buchstäblich zum guten Ton – durch raffinierte Gegenmaßnahmen, z.B. Bezahlung der Krankenkasse der Eltern des Angestellten oder die zügige Verleihung aller möglicher Titel sollen die Mitarbeiter im Unternehmen gehalten werden. Seit einiger Zeit wurde der Mindestlohn für Arbeiter durch die chinesische Regierung deutlich erhöht – Ziel ist die Stärkung des Konsums der Bevölkerung und damit des Wirtschaftswachstums.

Die Tatsache, dass China eine ähnliche Problematik mit einer überalterten Gesellschaft hat, war für viele Teilnehmer neu. Die frühere staatlich verordnete Ein-Kind-Politik wurde zwar vor mehreren Jahren aufgehoben, dennoch können sich viele junge chinesische Eltern nur ein Kind leisten, da die Ausbildungskosten hohe Summen verschlingen.

Der Besuch des Generalkonsulats für Kultur und Bildung der Bundesrepublik Deutschland thematisierte sehr gut die interkulturellen Besonderheiten und Vorurteile auf chinesischer und deutscher Seite. Die Aussagen ‚Deutschland als Land der Tugend, in dem viel gearbeitet aber weniger gelacht wird’ versus ‚China als Land der unzähligen Menschen, die jeden Tag Reis essen’ wurde vielschichtig in Interviews deutsch-chinesischer Paare beleuchtet und hinterfragt.

Ein weiteres Highlight war die Übernachtung bei den chinesischen Gastfamilien – jeder der 11 Teilnehmer konnte eine facettenreiche Geschichte erzählen, die sich z.B. auf das fremdartige Essen, die ungewohnt hohe Anzahl und Fürsorge der Familienmitglieder sowie die Härte der Gästematratze bezog.

Der gemeinsame Unterricht in chinesischer Malerei und Kalligraphie forderte vor allem die künstlerischen Talente der Schüler heraus.

Nach elf Tagen kehrten alle Teilnehmer müde aber glücklich in dem mächtigen A380-Flieger der Lufthansa sicher und wohlbehalten zurück. Als Erinnerung stehen nun die obligatorische ‚Winkekatze’ und die mitgebrachten Essstäbchen auf den heimischen Schreib- und Esstischen und erinnern an eine fast unwirkliche Zeit auf der anderen Seite der Erde.

Die Leistungen der Teilnehmer werden durch ein chinesisch-englisches Zertifikat dokumentiert, dass ihnen auf ihrem späteren beruflichen Werdegang sicherlich wichtige Dienste leisten wird – denn einen Asienaufenthalt im Rahmen der betrieblichen Ausbildung haben nicht viele Auszubildende vorzuweisen.

Gesundheitstag Einzelhandel

Am 16.09.2015 fand am Hansa Berufskolleg ein Sport- und Gesundheitstag für die Mittelstufen des Einzelhandels statt. Die Schülerinnen und Schüler konnten zwischen Workshops wie Rückenschule, Entspannungstraining, Selbstverteidigung oder Mediensucht wählen und den Tag entsprechend ihrer eigenen Schwerpunktsetzung gestalten.

Unterstütz wurde der Tag durch die AOK Unna, welche sowohl bei der Organisation als auch durch das Engagement kompetenter Referenten einen entscheidenden Beitrag zum gelingen des Tages beitrug. Auch unterstützt wurde der Tag von Tae Kwon Do Lehrer Ümit Mizrak aus Lünen.

 

Mit der interkulturellen Zitronenübung fit für das Ausland

Das Hansa Berufskolleg schickt mit den „Erasmus +“ Fördermitteln jährlich bis zu 45 Auszubildende ins Ausland. Insgesamt stehen sechs Länder zur Auswahl und der Andrang, einen Platz für das erstrebenswerte Auslandspraktikum zu ergattern, ist riesig. „Ich habe im Nachrückverfahren noch einen Platz bekommen und freue mich sehr dabei zu sein“, sagt ein Auszubildender zum Industriekaufmann.

Sechs Lehrkräfte verbrachten das Wochenende vom 21.08 -22.08.2015 mit den 40 Auszubildenden, um ihnen die interkulturellen Gegebenheiten der unterschiedlichen Länder näher zu bringen. „Wir haben das große Glück, dass es Lehrkräfte sind, die einen Bezug zum Ausland, dort studiert oder gelebt haben oder einen Migratonshintergrund mitbringen,“ sagt Lucia Tozzi, Lehrkraft am Hansa Berufskolleg Unna.
Selbstverständlich ist es wohl nicht, seinen Arbeitsplatz für drei Wochen ins Ausland zu verlegen. „Ich gehe mit gemischten Gefühlen ins Ausland. Irgendwie freue ich mich sehr und kann es kaum abwarten, aber ich habe einen großen Respekt vor dieser Herausforderung, sprachlich wie auch kulturell,“ meint eine Auszubildende aus dem Groß- und Außenhandel, die für drei Wochen nach Italien fahren wird. Angefangen hat die interkulturelle Vorbereitung mit einer Zitronenübung.

Zitrone-2Die Schülerinnen und Schüler sollten sich unterschiedliche Merkmale der vorgelegten Zitronen einprägen. Diese wurden dann gemischt und zur Wiedererkennung ausgelegt. Viele konnten die eigene Zitrone anhand bestimmter Merkmale wieder erkennen. Die Auszubildenden sollten mit dieser Übung den Bezug zu den herrschenden Vorurteilen gegenüber anderen Ländern und Sitten herstellen. Danach ging es mit den einzelnen Lehrkräften länderspezifisch in die Gruppenarbeit.
Gepflogenheiten, Verbote und Selbstverständliches wurden herausgestellt, in Rollenspielen verinnerlicht und auf Plakaten zusammengefasst. Die jeweilige Landeskunde wurde erarbeitet, Sehenswertes dokumentiert und Ausflüge wurden geplant.

Zudem bekam jede Gruppe noch ein sprachliches „Fresh-up“. Erol Güvenc, Lehrkraft am Hansa Berufskolleg Unna, erläutert: „Uns ist es klar, dass wir die jeweilige Landessprache in so kurzer Zeit nicht beibringen können, doch mit einigen Sätzen und Floskeln kann das Eis zwischen den Kulturen aufgebrochen werden,“
Nach zwei Tagen intensiver interkultureller Arbeit bleiben den vierzig Auszubildenden noch einige Wochen bis zum Abflug, um das Gelernte zu internalisieren und sich gedanklich auf den Auslandsaufenthalt vorzubereiten.
Grazie a tutti! çok te?ekkürler thank you! dzi?kuj? bardzo! merci beaucoup

Niederländische Austauschschüler aus Waalwijk zu Gast am Hansa Berufskolleg

Inzwischen schon zum sechsten Mal sind Schülerinnen und Schüler des Willem van Oranje Colleges aus Waalwijk zu Gast am Hansa Berufskolleg. Am Montag, 21.09.2015, reisten die Gäste an, um gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern einer Europaklasse der Höheren Handelsschule des Hansa Berufskollegs eine internationale Schülerfirma zu gründen. Technisch möglich macht dies das Bildungsportal PEP (Provided Education Portal), das von der Zentralen Datenverarbeitung des Kreises Unna in englischer Sprache zur Verfügung gestellt wird.

Begrüßt wurden die Gäste von Schulleiter Günter Schmidt und Kreisdirektor Dr. Thomas Wilk. „Lassen Sie sich aufeinander ein“, ermutigte Kreisdirektor Wilk die jungen Projektteilnehmer zum regen Austausch, der nicht nur dazu beitragen könne, dass sie sich in ihrer Persönlichkeit weiterentwickeln: „Internationale und interkulturelle Kompetenzen sind auch ein klarer Vorteil im Lebenslauf“, unterstrich Wilk.

Mit Hilfe von PEP werden die Schüler ein virtuelles Unternehmen kreieren, eine Marktstrategie festlegen und erste Ansätze für Marktanalysen und Kostenrechnungen erstellen.

Der Besuch der holländischen Gäste in dieser Woche dient dem gegenseitigen Kennenlernen und der Einführung ins Projekt. In wöchentlichen Videokonferenzen sollen die Schülerinnen und Schüler anschließend die Arbeitsaufträge umsetzen. Der Gegenbesuch in den Niederlanden mit Vorstellung der Ergebnisse ist für März 2016 geplant.

Auf fremden und auf eigenen Spuren – interkulturelle Begegnungsfahrt des Hansa Berufskollegs Unna

Seit sieben Jahren findet am Hansa Berufskolleg eine interkulturelle Begegnungsfahrt in die Türkei statt. In diesem Jahr machten sich erneut 28 Schüler/innen aus unterschiedlichen Bildungsgängen auf, um Menschen, Kultur und religiösen Besonderheiten zu begegnen.

Dabei lernten die Schüler/innen einige historische und kulturelle Stätten wie die Burg von Alanya und die Felsengräber von Myra kennen. Besonders beeindruckend war eine Bootsfahrt durch  die versunkene Stadt Kekova, die vermutlich durch ein Erdbeben ausgelöst versank, heute kann man noch jahrtausendealte Treppen, Wasserleitungen, Reste von Häusern und sogar Gräber erkennen.
Auch dem Nikolaus haben wir einen Besuch abgestattet, dessen Bischofssitz kann nämlich im heutigen Demre besichtigt werden. Den Schülern wurde klar, dass wichtige Wurzeln des Christentums in der heutigen Türkei zu finden sind.

Beim Besuch einer Berufsschule in Manavgat konnten die Schüler im Unterricht hospitieren und den täglichen Schlussapell auf dem Schulhof miterleben. Durch Gespräche wurde deutlich, dass es viele Gemeinsamkeiten im schulischen Ablauf gibt.
Bei einer Bootstour, einen Basarbesuch und türkischer Live-Musik in einer Bar kamen auch das Miteinander und der Spaß nicht zu kurz.

Das Fazit der Schüler/innen: Wir fahren im nächsten Jahr gerne wieder mit!

WILLEM VAN ORANJE COLLEGE zu Gast beim HBK

Seit Montag, 09.03.015, ist unsere niederländische Austauschschule, das Willem van Oranje College zur abschließenden Concluding Conference bei uns im Hause. Herzlich begrüßt wurden alle Schüler und Begleiter durch unseren Schulleiter Schmidt und Kreisdirektor Dr. Wilk.

K800_IMG_5755Schon am Montag begannen die Schüler aus Unna und Waalwijk damit, ihre Abschlusspräsentationen letztmalig zu überarbeiten, um sie Mittwoch, 11.03.,  in einem festlichen Rahmen vor dem Schuldezernent des Kreises Unna,  Dr. Timpe, der Wirtschaftsförderung des Kreises Unna, Herrn Dr. Dannebom sowie der Abteilungsleitung für den IT-Bereich, Herr Biermann und Herr Pankalla, vorzustellen. Schon seit einigen Jahren findet die am HBK unter dem Namen „international Business Project“ bekannte Veranstaltung großen Anklang; organisiert und durchgeführt wird sie von HBK-Seite durch das Lehrerteam Lucia Tozzi, Ludwig Steenhuis und Ute Kaimeier. Im Projekt geht es darum, dass Schüler beider Länder gemeinsam mithilfe des vom Kreis unterstützen PeP-Providers eine fiktive Schülerfirma über 9 Monate aufbauen. Dadurch werden sie optimal auf die reale wirtschaftliche Welt vorbereitet.

Die deutsche Außenhandels- und Verkehrsakademie (DAV) Bremen zu Besuch am Hansa Berufskolleg Unna

Die deutsche Außenhandels- und Verkehrsakademie (DAV) Bremen zu Besuch am Hansa Berufskolleg Unna

Die Kaufleute für Speditions- und Logistikdienstleistungen des Hansa Berufskollegs Unna konnten sich am 02. März 2015 über ihre Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung informieren. Frau Manke, zuständig für Vertrieb und Marketing, stellte in einem 45minütigen Vortrag die wesentlichen Bildungssäulen der DAV in Bremen vor. Vom staatlich geprüften Betriebswirt bzw. Verkehrsfachwirt in Vollzeit oder berufsbegleitend, über den Bachelor in Logistik bis hin zum Master wurden die Studienschwerpunkte erläutert.

Auf dem Unterrichtsplan stünden z.B. internationale Unternehmensführung und Abwicklung grenzüberschreitender Geschäfte, die Gestaltung logistischer Systeme oder Finanzierung und Controlling. Begleitet wird das Studium oder die Weiterbildung durch Dozenten aus der freien Wirtschaft. „Möglich ist eine solche Vernetzung mit hochqualifizierten Führungskräften aus der freien Wirtschaft nur durch unsere sehr gute Reputation,“ meint Frau Manke. „Natürlich ist die Teilnahme an den Weiterbildungsmöglichkeiten dieser privaten Institution nicht ganz günstig, doch mit dem Bildungs-BAföG durchaus realisierbar!“

Es wurde über erfolgreiche Absolventen berichtet, die zum einen die Möglichkeit hatten, über den heimischen Tellerrand zu schauen und zum anderen sich auf eine Führungsrolle vorzubereiten. Natürlich spielen Fremdsprachen eine große Rolle und hierbei wurde nochmals betont, wie wichtig Englisch, Spanisch, Chinesisch und Russisch seien.

Laut der Referentin spreche die Globalisierung viele Sprachen, vornehmlich Englisch.

„Ich fand diesen Vortag sehr interessant,“ erzählt enthusiastisch eine Auszubildende der Unterstufenklasse für Speditions- und Logistikdienstleistung, „und ich glaube auch zu wissen, was ich später noch alles machen möchte!“

Frau Manke blieb nach ihrem Vortag etwas länger, um alle Fragen zu beantworten. Die Auszubildenden hatten somit die Möglichkeit auf persönliche Rückfragen eine Antwort zu bekommen.

JUTTA ZIEROW – SCHULLEITERIN DES HANSA BERUFSKOLLEGS UNNA – VERABSCHIEDET SICH IN DEN RUHESTAND

Frau Zierow kommt 1995 als stellvertretende Schulleiterin an das Hansa Berufskolleg Unna. Im Jahr 2000 übernimmt sie dann die verantwortungsvolle Aufgabe der Schulleiterin.  Mit viel gestalterischem Geschick und großem persönlichem Engagement treibt sie die Schulentwicklung am Hansa Berufskolleg Unna entschlossen an, getreu ihrem Motto „Stillstand ist Rückschritt“.
Abschied1So bahnt sie sehr entschlossen den Weg zur Teilnahme am Projekt „Selbstständige Schule“, das ab August 2002 gemeinsam mit dem damaligen Ministerium für Schule,Jugend und Kinder des Landes NRW und der Bertelsmann Stiftung am Hansa Berufskolleg umgesetzt wird, mit dem Ziel einer Umgestaltung der Schulorganisation zu mehr Effektivität und Eigenverantwortung.
Auf ihrem unermüdlichen Weg, dem Hansa Berufskolleg ein prägendes und modernes Gesicht zu geben, gelingt es ihr, mit ihrer offenen und äußerst kommunikativen Art, Schülerinnen und Schüler, Eltern, Kolleginnen und Kollegen, Ausbilder, Vertreter der Kammern und natürlich die Entscheidungsträger des Kreises Unnas – als Schulträger – auf diesen Weg mitzunehmen. Die Entwicklung eines Schulprogrammes, die Förderung kontinuierlicher Lehrerfortbildung mit der deutlichen Akzentuierung auf die konkrete Umsetzung zukunftsorientierter Lernformen und eine offene und transparente Kommunikation mit allen am Schulleben Beteiligten sind hierfür deutlicher Beleg.
Auch den „Neubau“ des Hansa Berufskollegs im Schuljahr 2006/2007 betreibt sie in Vorbereitung und Realisation mit sehr viel Energie, Ideen und Konzepten, die das Bild des Hansa Berufskollegs nachhaltig prägen und die Schule zukunftssicher aufstellt. So entsteht im Zuge des Neubaus ein umfangreiches IT-Equipment, das fortlaufend aktualisiert dem Anspruch eines modernen Bildungs- und Ausbildungsstandortes gerecht werden kann. So verfügt jeder Klassenraum des Hansa Berufskollegs über einen Multimediaarbeitsplatz mit festinstalliertem Beamer und einem modernen Mobiliar. So werden in mittlerweile 12 voll ausgestatteten Computerräumen  und in zahlreichen speziellen Bildungsgangräumen alle Schüler des Hansa Berufskollegs auf die künftigen Herausforderungen der digitalen Arbeitsumgebung vorbreitet.
Abschied3Auch die Einführung neuer Bildungsgänge und die Umsetzung bildungspolitischer Initiativen, die Frau Zierow mit viel Herzblut und Überzeugungskraft vorangetrieben hat, beschreiben sehr gewissenhaft ihren unermüdlichen Einsatz für die positive Entwicklung des Hansa Berufskollegs als zukunftsorientierten Schulstandort. Angeführt  seien hier nur einige, die zu nennen sind:
–    Auslandspraktika für Auszubildende im europäischen Ausland im Rahmen des Leonardoprogramms
–    Europaschule
–     Inklusion
–    Teilnahme am europäischen Bildungsprogramm Erasmus+
–    Einrichtung Industriekaufmann/-frau EU mit dreimonatigem Auslandspraktikum in Irland
–    Einzelhandelskaufmann/-frau, Großhandelskaufmann/-frau mit dualem Studium
–    Asienkaufmann/-frau mit Praktikum in Shanghai
–    Höhere Handelsschule mit Schwerpunkt IT
–    Bilingualer Unterricht im Bildungsgang IndustrieFast zwanzig Jahre Hansa Berufskolleg  Unna und Frau Zierow – ein gemeinsamer langer Weg – er geht nun zu Ende. Vieles von dem wird bleiben, manches Neue wird kommen. In diesem Sinne „macht Hansa weiter Schule“.
Am letzten Schultag ihres aktiven Dienstes wird das Hansa Berufskolleg ihre scheidende Schulleiterin Frau Zierow gebührend empfangen und verabschieden mit den besten Wünschen für nun folgenden Lebensabschnitt.

TABLET-EINSATZ IM WIRTSCHAFTSGYMNASIUM

Ab dem Schuljahr 2014/15 hat das Land Nordrhein-Westfalen die Nutzung graphikfähiger Taschenrechner (GTR) bzw. eines Computer-Algebra-Systems (CAS) für die gymnasiale Oberstufe verbindlich vorgegeben. Für das Zentralabitur im Fach Mathematik werden erstmals im Jahr 2017 solche Hilfsmittel vorausgesetzt. Das Handling grafikfähiger Taschenrechner ist allerdings bedingt z.B. durch kleine Bildschirme und unübersichtliche Tastaturen nicht sehr komfortabel und die Anschaffung recht teuer. Überdies sind die Rechner für die Schüler später in Studium oder Beruf kaum noch sinnvoll nutzbar. Daher hat sich das Hansa Berufskolleg entschlossen, ab der laufenden Jahrgangsstufe 11 im Wirtschaftsgymnasium iPads einzuführen.

Die von den Schülerinnen und Schülern selbst anzuschaffenden Tablets, für die wir auf Antrag eine zinslose Kreditfinanzierung über unseren Förderverein ermöglichen, sind zwar teurer als die entsprechenden Taschenrechner (Mindeststandard iPad „Mini 2“ mit 16 GB Speicher, ca. 90 € Mehrkosten gegenüber einem CAS-fähigen Rechner) bieten aber ungleich mehr. Die Schülerinnen und Schüler werden mit einem zukunftsträchtigen Medium vertraut gemacht, das sie außer in Mathematik auch in anderen Fächern einsetzen können. Das geschieht etwa bei der Nutzung digitaler Schulbücher, was die tägliche Mitnahme vieler herkömmlicher Schulbücher entbehrlich macht. Digitale Wörterbücher in den Fremdsprachen sind auf diese Weise ebenfalls verfügbar. Darüber hinaus ist das iPad recht wertbeständig und zudem privat sinnvoll zu nutzen – vor allem auch noch nach dem Abitur in Ausbildung oder Studium. Im Fach Mathematik kann das CAS, das von der Schule finanziert und den Schülern als App bis zum Abitur zur Verfügung gestellt wird, wegen des großen Bildschirms und des einfachen Handlings sehr gut im Unterricht eingesetzt werden. Die zugehörige technische Infrastruktur, an der die Einführung eines Tablets sonst häufig scheitert, ist an unserer Schule komplett vorhanden.