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Entgegen aller Wahrscheinlichkeit

Immer im Herbst gilt es für die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten unseres Wirtschaftsgymnasiums und auch für die begleitenden Mathematiklehrerinnen und -lehrer, sich in Schale zu werfen und an die Roulettetische der Spielbank Hohensyburg zu treten. Die Lehrerfraktion ist dabei traditionell für den Nachweis zuständig, dass man beim Glücksspiel meistens Geld verliert. Wie es den Schülern in diesem Jahr ergangen ist, darüber berichtet Lareen Schindler aus unserer Jahrgangsstufe 13:

Auch dieses Jahr besuchte die Jahrgangsstufe 13 des Wirtschaftsgymnasiums in Begleitung von Frau Puchold, Frau Wellnitz und Herrn Volle zum Abschluss der Unterrichtsreihe „Stochastik“ die Spielbank Dortmund-Hohensyburg, um möglichst das im Matheunterricht erlernte Wissen zu jeglichen Bereichen der Wahrscheinlichkeitsrechnung anzuwenden.

Doch ob man es wirklich schafft, mit Hilfe der verschiedenen Wahrscheinlichkeitsregeln und Erwartungswerte den großen Gewinn zu sichern, wollten wir durch einen Selbstversuch erst noch herausfinden. So machte sich am Donnerstagabend, dem 15.09.2016, eine Gruppe von ca. 30 Schülerinnen und Schülern bereit, bei American Roulette und Black Jack den angesetzten Jackpot von 50.000 Euro mit nach Hause zu nehmen. J

K1024_Spielbank Hohensyburg_3Nach einer ausführlichen und informativen Einführung in die Regeln der Spiele Roulette und Black Jack durch je zwei Croupiers der Spielbank hatten wir dann endlich die Möglichkeit, unser Glück an den verschiedenen Tischen selbst zu versuchen und so wurden die ersten Euros eifrig in Jetons umgetauscht. Vier Schüler/innen des Hansa Berufskollegs hatten bereits die aktive Probephase der Roulette-Einführung erfolgreich für sich entschieden und gewannen je zwei 10-Euro-Glücksjetons, die freundlicherweise von der Spielbank zur Verfügung gestellt wurden, um so im echten Spiel für einen ersten (großen?) Gewinn sorgen zu können.

Nachdem einige bereits recht schnell in die Verlustzone geraten waren, gelang es einem Schüler – entgegen aller Wahrscheinlichkeit – einen respektablen Gewinn von 50 Euro zu erspielen. Immerhin ist Roulette ja auch von allen Glücksspielen das mit der höchsten Gewinnausschüttung für die Spieler, obwohl der Erwartungswert natürlich negativ ist.

Nach einer kurzen Pause in der Bar des Hauses bei Getränken und Fachsimpeleien machten sich einige von uns auf den Heimweg, während andere noch einmal ihr Glück an den Spieltischen versuchten. Obwohl die Mathematik am Ende leider keinem der Abiturienten das ganz große Geld eingebracht hat, war es dennoch ein erfolgreicher Abend mit zahlreichen Erfahrungen, neuen Eindrücken und ganz viel Spaß.

 

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Getting to know Shanghai – 14-köpfige Delegation des Hansa Berufskollegs Unna reist nach China

Mit großer Spannung reiste eine Gruppe von Auszubildenden mit ihren Lehrern Marion Kadoch, Thomas Holzausen, Daniel Helmke und ihrem Schulleiter Günter Schmidt vom 02.-15.09.2016 nach Shanghai. Dieser Aufenthalt ist ein freiwilliges Modul auf dem Weg zur Erlangung der IHK-zertifizierten Zusatzprüfung zum Asienkaufmann.

 Nach einem elfstündigen Flug im A380 der Lufthansa wurden die Gruppe gleich von den Lehrern und Schülern unserer chinesischer Partnerschule, der Shanghai Economic Management School in Empfang genommen. Es war ein Wiedersehen unter Freunden – bereits im Mai dieses Jahres hatten die chinesischen Schüler und Lehrer unsere Schule für eine Woche besucht.

Der Aufenthalt in Shanghai zeichnete sich durch zahlreiche Highlights aus:

Der Geschäftsführer der Deutschen Auslandshandelskammer, Herr Dr. Angerbauer, wies in einem packenden Fachvortrag auf die wirtschaftlichen Chancen und Risiken deutscher Unternehmen in Shanghai hin. So besteht die größte Hürde darin, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden und diese auch langfristig zu halten. In China gehört ein regelmäßiger Arbeitsplatzwechsel nach spätestens zwei Jahren buchstäblich zum guten Ton – durch raffinierte Gegenmaßnahmen, z.B. Bezahlung der Krankenkasse der Eltern des Angestellten oder die zügige Verleihung aller möglicher Titel sollen die Mitarbeiter im Unternehmen gehalten werden. Seit einiger Zeit wurde der Mindestlohn für Arbeiter durch die chinesische Regierung deutlich erhöht – Ziel ist die Stärkung des Konsums der Bevölkerung und damit des Wirtschaftswachstums. Dabei wurden auch umweltpolitische Themen wie die Mülltrennung und die Verbreitung von Solaranlagen von den Auszubildenden angesprochen. Auch war die Tatsache, dass China eine ähnliche Problematik mit einer überalterten Gesellschaft hat, für viele Teilnehmer neu. Die frühere staatlich verordnete Ein-Kind-Politik wurde zwar vor mehreren Jahren aufgehoben, dennoch können sich viele junge chinesische Eltern nur ein Kind leisten, da die Ausbildungskosten hohe Summen verschlingen.

Der Besuch der Shanghai Polytecnic University zeigte sich als Glückstreffer für die Weiterentwicklung unseres Asienprojekts: Der Vizehochschulpräsident Herr Xu Yufa sowie die Vizeleiterin des International Office, Frau Qu Lili, boten unseren Auszubildenden die einmalige Chance an, im Anschluss an ihre Ausbildung ein Praktikum in einem chinesischen Betrieb durchführen oder sogar ein Auslandssemester dort zu studieren.

Um den Auszubildenden auch einen Einblick in die Arbeitsweise ihrer chinesischen Zuliefererbetriebe zu geben, verbrachten diese einen Tag in verschiedenen Unternehmen – dabei stand vor allem der Vergleich der deutschen und chinesischen Berufsbildung im Vordergrund.

Abgerundet wurde das betriebliche Programm durch einen Aufenthalt bei einer chinesischen Zollbehörde, der umfangreich über die gängigen Ein- und Ausfuhrverfahren Aufschluss gab. Hier hörten die deutschen Auszubildenden besonders gut zu, da ihre eigenen Ausbildungsbetriebe, wie z.B. KIK, Fleischhacker oder OTC Pharma tagtäglich mit der Verzollung des Warentausches mit China zu tun haben.

Der Besuch des Generalkonsulats für Kultur und Bildung der Bundesrepublik Deutschland thematisierte sehr gut die interkulturellen Besonderheiten und Vorurteile auf chinesischer und deutscher Seite. Die Aussagen ‚Deutschland als Land der Tugend, in dem viel gearbeitet aber weniger gelacht wird’ versus ‚China als Land der unzähligen Menschen, die jeden Tag Reis essen’ wurden augenzwinkernd von Herrn Dr. Heimes und seiner Mitarbeiterin Frau Kristina Nestl kommentiert.

Doch auch die interkulturellen Fähigkeiten der Teilnehmer wurden auf Herz und Nieren getestet: So verbrachten die Schüler ein Wochenende bei ihren chinesischen Gastfamilien und konnten ihre im Chinesischkurs am Hansa BK erworbenen Sprachkenntnisse anwenden; der Umgang mit Stäbchen wurde selbstverständlich und auch erste Versuche in der Kalligraphie wurden unternommen.

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Auf nach Shanghai!

Im Rahmen der Qualifizierung von Auszubildenden für den asiatischen Markt machte sich eine 14 köpfige Delegation unserer Schule am 02.09.2016 auf den Weg in die chinesische Metropole.

Auf dem Programm des 12tägigen gelenkten Aufenthalts stehen u.a. Besuche unserer Partnerschule Shanghai Economic Management School, der deutschen Auslandshandelskammer, des Goetheinstituts und des Tiefseehafens. Außerdem haben die Auszubildenden die Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen ihrer chinesischen Geschäftspartner sowie zur Besichtigung von Produktionsbetrieben und Logistikeinrichtungen vor Ort. Abgerundet wird das Programm mit einem vielfältigen kulturellen Programm, das unsere Partnerschule auf die Beine stellt.
Durch die Aufnahme in eine chinesische Gastfamilie erhoffen sich die Auszubildenden einen lebendigen Einblick in die chinesische Kultur und eine Verbesserung ihrer schon im Chinesischkurs am Hansa BK vermittelten Sprachkenntnisse.
Gute Reise oder „yilu-ping`an“ !