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Schüler werden zu Studenten

In den ersten Wochen des Wintersemesters, meistens Anfang November, verlegen wir den Unterricht unserer Jahrgangsstufe 12 für zwei Tage an die TU Dortmund. Dabei versuchen wir zwei „normale“ Tage an der Uni abzubilden, um unseren Schülerinnen und Schülern einen möglichst realitätsnahen Einblick in das Studentenleben zu ermöglichen. Marvin Kappes und Magnus Schäfer, beide Schüler unserer Jahrgangsstufe 12 und ‚Studenten für zwei Tage‘, schildern hier ihre Eindrücke vom diesjährigen Uni-Besuch, der leider von regnerischem Wetter begleitet wurde:

„Zu Beginn waren wir alle sehr beeindruckt, wie groß das Areal der Universität insgesamt ist, und mussten uns erstmal auf dem Campus zurechtfinden. Am Montagmorgen gab es zunächst eine große Einführungsveranstaltung. Dabei bekamen wir von Mitarbeitern der TU Dortmund sowie einer ehemaligen Abiturientin des Hansa-Berufskollegs, die jetzt an der TU studiert, sehr viele Informationen im Hinblick auf ein mögliches Studium. Danach ging die komplette Stufe gemeinsam mit Frau Grybs und Herrn Volle, unseren begleitenden Lehrern, in die ebenfalls enorm große Mensa. Dort wurde unerwartet gutes Essen zu fairen Preisen angeboten. Nachdem wir uns alle an einer ausgewogenen Mahlzeit gestärkt hatten, machten wir uns voller Tatendrang in die Vorlesungen auf. Die hatte sich jeder von uns schon eine Woche vorher aus meist zwei bis vier verschiedenen, von der Schule vorgegebenen Angeboten ausgesucht. Dabei wurden ‚Erziehungswissenschaften‘ und ‚Wirtschaftsmathematik‘ von unserer Stufe häufig belegt.

Am Beginn des zweiten Tages entschieden sich die meisten für ‚Buchführung‘, was in einem provisorischen Hörsaalzelt stattfand. Allerdings besuchten auch einige von uns ‚Algebra und Zahlentheorie‘. Im Gegensatz zur Buchführung, die wir schon am Hansa-Berufskolleg im Leistungskurs BWL gelernt haben, war die Mathe-Vorlesung extrem anspruchsvoll, fordernd und monoton. Der dortige Dozent/Professor hat es geschafft, in weniger als einer halben Stunde sechs große Tafeln vollzuschreiben! Auch bei den weiteren Veranstaltungen gab es eine große Bandbreite. Die „Anorganische Chemie“ war z.B. wie der Mathekurs auch wieder fordernd und sehr anspruchsvoll, während wir manchen wirtschaftswissenschaftlichen Vorlesungen recht gut folgen konnten.

Im Laufe der zwei Tage hatten wir manchmal Probleme, die entsprechenden Gebäude für die verschiedenen Veranstaltungen zu finden, da der Lageplan etwas unübersichtlich war und uns die Übung fehlte. Außerdem hatten wir am Ende einige Mühe mit dem ÖPNV, es dauerte aufgrund von akuten Zugausfällen z.T. sehr lange, bis wir nach Hause kamen. Aber alles in allem hat der Besuch an der TU Dortmund viel Spaß gemacht, denn er war instruktiv und illustrativ. Wir konnten einige Erfahrungen für uns mitnehmen, denn viele aus unserer Stufe hatten sich schon vorher für ein Studium nach dem Abitur interessiert.“